Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1868585
Der japanische 
Hausrath. 
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breitem, gelacktem Fufse wurzelnden Stäben befestigt ist. Von dieser 
Raa hängt der Vorhang, einem leicht geschwellten Segel ähnlich, mit 
langer Schleppe herab. 
Da alle Räume mit Binsenmatten belegt sind, gehören Fufs- 
teppiche nicht zu den Bedarfstücken des Hauses. Für Vornehme pflegt 
jedoch an der Stelle, wo sie ihren Sitz nehmen, ein gemustertes und 
mit Borten eingefafstes Stück Seidenzeug auf die Matten gebreitet zu 
werden. 
Ein unerläfsliches Einrichtungsstück jeder japanischen Wohnung 
ist das lfzöackz; ein aus Metall, gebranntem' Thon oder Holz gearbei- 
tetes Becken, in welchem Holzkohlen auf einem Bette feiner Asche 
verglühen. Ein Paar eiserner, bisweilen durch einen beweglichen Ring 
zu einer Art Zange verbundener Eisenstäbe, uflzlbaskz", dient dazu, 
die Kohlen zu pokern und, ähnlich wie die Speisen mit den Stäbchen, 
einen Brocken zum Anzünden der Pfeife herauszunehmen. Gröfsere 
flibadzi werden durch einen eisernen Kesselstand vervollständigt. 
Wie der Ziersinn 
der Japaner und ihre 
Lust am Gestalten sich d. ' ' 
auch des ungefügsten  
Stoffes bemächtigt, ist  i.  w-79 
an der Art zu sehen,     
wie sie öfters das Hzl "QM-Q; 
Öackffüllen, als erhebe   "eP-suii f.  
sich in ihm der stolze  53' 
Kegel des -no- 425.23 
ama, unter seinem Sie; M f 
yweifsen gefurchten  
Schneemantel noch Grosses Hibachi aus gelacktem, metallbeschlagenem Holz, mit 
bronzenem Einsatz und eisernem Kesselstand. 
feurige Gluth aushan- 
chend  beiläufig bemerkt, die einzige, freilich nur spielende Vor- 
stellung eines noch thätigen Vulkans. Dafs die japanische Zierkunst 
Angesichts der noch heute an vielen Orten rauchenden Vulkane, Ange- 
sichts des vor zweihundert Jahren noch furchtbar thätigen Fuji-no- 
yama zu keiner Zeit dieses packende Motiv ergriffen hat, ist eine auf- 
fällige Thatsache, für die, wenn sie sich als eine ausnahmelose bestätigt, 
vielleicht die Scheu vor den dämonischen Gewalten, durch deren 
geheimnifsvolles Wirken schon so oft entsetzliche Katastrophen über 
das Land hereinbrachen, als Grund angeführt werden kann. 
Die gewöhnliche Form des ffibacki ist die eines quadratischen 
Holzkastens mit ausgeschnittenen Handhaben und einem runden thöa 
nernen Einsatz, dazu bisweilen noch einem, in einer der leeren Ecken
        

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