Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grammatik der Ornamente
Person:
Jones, Owen
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1862676
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1863777
ASSYRISCHE 
PERSISCHE 
ORNAMENTE. 
vorkommende Ananas, und eine Art Lotos, No. 4 und 5, ausnimmt, so scheinen die Ornamente, im Allge- 
meinen, keinem Naturtypus nachgebildet zu sein ; welches den Schluss nur noch verstärkt, dass der assyrische 
kein Originalstyl sei. Die Naturgesetze der Strahlung und der Krümmungstangenten, die in den ägyptischen 
Ornamenten sich kund thun, sind zwar auch in den assyrischen beobachtet, doch mit weniger Wahrheit  
vielmehr als ein Ergebniss der Ueberlieferung und nicht des natürlichen Instinktes. Die Befolgung der 
Natur ist weder so genau als bei den Aegyptern, noch so ausgesucht conventionell, als sie es unter den 
Griechen war. Die Nummern 2 und 3, Tafel XIII., werden allgemein als die Typen betrachtet, von 
welchen die Griechen einige ihrer gemalten Ornamente herleiteten, und doch stehen sie den griechischen 
bei weitem nach an Reinheit der Form und an glücklicher Vertheilung der Massen. 
Die von den Assyriern gebrauchten Farben waren, wie es scheint, Blau, Roth, Weiss und Schwarz in 
den gemalten Ornamenten; Blau, Roth und Gold, an geschnitzten Verzierungen; und Grün, Orange, Hell- 
gelb, Weiss und Schwarz an den glasurten Ziegeln. 
Die auf der Tafel XIV. dargestellten Ornamente von Persepolis scheinen Modiiicationen der römischen 
Details zu sein. N0. 3, 5, 6, 7, 8, sind von den Basen kannelirter Säulen, die unverkennbar römischen 
Einfluss verrathen. 
Ornamente 
Tak I Bostan 
denselben 
Prin- 
cipien als die römischen Ornamente 
construirt, 
verkünden 
dieselbe 
Modiücation 
modellirten 
Oberfläche, die man in den byzantinischen Ornamenten entdeckt, denen sie auffallend ähnlich sehen. 
Die Ornamente 12 und 16, von sassanischen Kapitälen zu Bi-Sutun, byzantinisch in den Contouren, 
enthalten den Keim der ganzen Ornamentat-ion der Araber und der Mauren. Sie liefern das früheste Beispiel 
der bunten Rautenmuster. Die Aegypter wie auch die Assyrier bekleideten grosse Flächen, wie es scheint, 
immer mit geometrisch angeordneten Linien; und dieses ist das erste Beispiel von wiederholten krummen 
Linien, die ein allgemeines Muster bilden, 
worin eine secundäre Form enthalten ist. 
enthaltenen Principium liessen sich alle die herrlichen bunten Musterformen 
Wände der Moscheen zu Kairo und die Wände des Alhambra bekleideten. 
ableiten, welche 
die Kuppel- 
  ' 0.6" Ja h. !  
' "JLAE 
 
 
 Mwwß 
 
äwßaßwmw q W(1:ßwM1ß1wßM A W 
w?  Iv-W '  Mygjä; Wu fijvifqfihßv H59 
 
  
m llmmmsvsxß 
k IIIHIIIH 
Sassauisches Kapital von Bi-Sutuu. 
-FLANDDI ä CosTI.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.