Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grammatik der Ornamente
Person:
Jones, Owen
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1862676
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1863493
AEGYPTISCHE 
ORNAMENTE. 
Blumen; und die dritte Reihe aus sechzehn Knos- 
pen: bildet also im Ganzen einen Bund von zwei 
und dreissig Pflanzen. Den Stamm 'eder Püanze 
kann man mittelst der Grösse und Farlre des Stiels, 
bis zu den horizontalen Binden hinab, verfolgen. 
Vide Tafel IV. No. 5, 6, 12.  
Kapital vom Tempel Kum-Ombos. Vollgewachsener 
Papyrus von verschiedenen Blumen umgeben. 
Kapitäl vom Haupttempel, zu Philä, stellt zwei Reihen 
des Papyrus dar, in drei verschiedenen Graden des 
Wachsthums. Die erste Reihe besteht aus acht 
Pflanzen, vier in voller Blüthe und vier sich ent- 
faltend; die zweite Reihe besteht aus acht Knospen: 
im Ganzen sechzehn Pflanzen. In diesem Kapitäl 
ist keine Störung der kreisförmigen Gestalt wie in 
N0. ll. 
Kapitäl vom unvollendeten hypethxischen Tempel zu 
Philä. Besteht aus drei Reihen der Papyrus Pflanze 
in drei verschiedenen Graden des Wachsthums. Die 
erste Reihe enthält acht vollblüthige und acht sich 
entfaltende Pflanzen ; die zweite Reihe sechzehn sich 
entfaltende Blumen; die dritte Reihe zwei und dreis- 
sig Papyrus Knospen: im Ganzen vier und sechzig 
Pflanzen. Der Stamm einer jeden Pflanze lässt sich 
durch seine Grösse und Farbe unterscheiden und 
läuft fort bis an die horizontalen Bande die sie 
um den Schaft befestigen. 
Kapitäl vom Porticus zu Edfu, 145 v. Chr, stellt einen 
Palmbaum mit neun Aesten dar. Die horizontalen 
Bande des Palmbaurn Kaäiitäls unterscheiden sich 
von den Banden aller an ern Kapitäle darin, dass 
sießimmer eine hängende Schleife haben. 
 
TAFEL 
Kapitäl von einem Tempel in der Oase zu Theben, 
stellt eine Sammlung von Wasserpflanzen dar, mit 
dreieckigen Stielen um eine einzige Papyrusblume in 
voller Blüthe gebunden. 
Kapitäl vom Porticus zu Edfu, 145 v. Ohm, von ähn- 
licher Bauart wie N0. 4. 
Kapitäl vom Haupttempel der Insel Pbilä, 106 v. Chr. 
Vollblüthige Papyrusblume von andern Blumen der- 
selben Art in verschiedenen Graden des Wachs- 
thums umgeben. 
Kapitäl von einem Tempel in der Oase zu Theben. 
Kapitäl vom Säulengang auf der Insel Philä, stellt 
sechzehn Lotosblumen dar, in drei Reihen zusam- 
men gebunden. Im Aufriss dargestellt. 
Das Kapitäl N o. 8 in Perspective. 
Kapitäl von einem Tempel in der Oase zu Theben 
stellt acht Lotosblumen der, in zwei Reihen zusam- 
men gebunden. 
Kapitäl vom unvollendeten hypethrischen Tempel zu 
Philä. Besteht aus zwei Papyruspiianzen in zwei 
verschiedenen Stufen des Waehsthums in drei Rei- 
hen angeordnet. Die erste Reihe besteht aus vier 
vollhlüthigen und vier sich entfaltenden Blumen; 
die zweite, aus acht kleinem in voller Bliithe ; und 
und die dritte aus sechzehn noch kleinem. 
Kapitäl der griechisch-ägyptischen Form, aber zur rö- 
mischen Periode gehörend. Dies Kapitälis sehr merk. 
würdig, insofern es die griechischen und ägyptischen 
Elemente im Verein miteinander darstellt, nämlich 
den Papyrus in zwei verschiedenen Graden des 
Wachsthums, zugleich mit dem Acanthus Blatt und 
den Ranken des Geissblattes. 
TAFEL 
1. Ornamente vom obern Ende der Wände einer Gruft zu 
Benihassan. 
2. Ditto. DittO. 
3. Ditto von Karnak, Theben. 
4. Ditto von GournayTheben. 
5. Ditto von Sakham. 
6. Verzierung des Pflihl Gesimses von einigen der frü- 
hesten Gräber in der Nähe der Pyramiden von Giu. 
 EVon einem hölzernen Sarkophag. 
10. Von Gräbern, E1 Kab. 
11. Von den Gräbern, Benihassan. 
13. Ditto. 
14. Ditto. 
15. Von einem Halsband. 
16. Von der Wand einer Gruft zu Gourna, unmittelbar 
unter der Decke. 
17. 
ägßTheile eines Halsbandes. 
20. Von der Wand eines Grabes. 
21. Von einem Halsbande. 
22. Vom obern Theil der Wand einer Gruft, Sakhara. 
23. Ditto, zu Theben. 
24. Von einem Halsbande. 
25. Von der Wand einer Gruft, Gourna. 
26. Von einem Sarkophag. 
27. Von der Wand einer Gruft. 
28. Von einem Sarkophag. 
29. Vom obern Theil eines Gemäldes. 
30. Anordnung von Linien, von Würfel-Vertäfelungen. 
31. Von einem Sarkophag im Louvre. 
32. Von der Wand eines Grabes, Gourna, stellt den Lotos 
in Plan und Aufriss dar. 
33. Von einer Zimmerdecke zu Medinet Habu. 
34. Anordnung von Linien, von Würfel-Vertäfelungen in 
Gräbern. 
i Die Nummern 1-5, 10, 11, finden sich immer auf. senkrechten Oberüächen und am obern Theil der Wände in Gräbern 
und Tempeln. Die Nummern 7-9, 12, 14, 18, 20, sind alle von denselben Elementen gebildet, nämlich vom Lotos in hängender 
Lage und einer Weintraube dazwischen. Dieses beständig sich wiederholende Ornament ist in einigen seiner Formen dem 
griechischen so genannten Eierstab Gesims so ähnlich, dass es kaum einem Zweifel unterliegt, dass dieses griechische Gesims 
von jener Quelle abgeleitet werden ist. Die Nummern 13, 15, 24, 32 zeigen ein anderes Element der ägyptigghgn Qpnamen- 
tation, aus den getrennten Blättern des Lotos abgeleitet.
        

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