Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grammatik der Ornamente
Person:
Jones, Owen
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1862676
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1866156
QRNAMENTE 
RENAISSANCE. 
Robert- 
Malatista, 
dankt 
diesem 
ähnliches 
Geschenk. 
Guidobaldo 
verehrte 
Philipp 
II. von 
Spanien ein Service, gemalt von Orazio Fontana nach den von Taddeo Zuccaro entworfenen Zeichnungen. 
Derselbe Fürst schickt-e Karl V. ein doppeltes Service als Geschenk. Die Sammlung von Tiegeln die 
Francesco Maria II. der 
Schatzkammer 
Loreto 
schenkte, 
wurden 
Befehl 
Guidobaldo II. für 
sein eigenes Laboratinm angefertigt; einige derselben sind mit Bildern oder andern Gegenständen verziert, 
alle aber tragen die Inschrift des Namens irgend einer Arznei oder Mixtur. Diese Tiegel, von denen noch 
380 in der Schatzkammer von Loreto sich befinden sind grün, blau und gelb. Passeri giebt eine recht 
interessante 
Classiücation 
verschiedenen 
verzierten 
Töpferarbeiten, 
nebst 
Ausdrücken, deren 
Arbeitsleute sich bedienten um die Arten der Malereien zu bezeichnen, die zur Verzierung 
Teller 
wendet Wurden, 
die Summen an, die den Malern für ihre Arbeit bezahlt wurden. 
und er giebt sogar 
Diese 
Angaben finden sich im folgenden von ihm gegebenen Auszug aus einem Manuscript 
Piccolpasso, eines 
rrwn.   a, .11:      
wirf"    1M!  '   
 W  w 
    " 
' niüß!  4' "W Jfüx"  I. W I! iiw i! 
  Wfjiu  äüsh  .7 52"" W rffl   __Ä  "l  ; 
ß Hi "W      kix m1 ' Llhli l 
           VW  
F! iiß);   IM; iif; 
F,  I; w: 1  ."i"7täg   1h   ri 
i" Hawaii '     M  M1 W i 
 Aiwiriß  ßwäi 1 -  e"   w w. 
Au W ,4lu1„f.-    gggämt fy-Jgjipvgjlw    h 3. 
 Wiffhä {[51 w! J-    Päf   f] ' ä  
{M yiik", (Qijit. f; ß-    4x-  'i  
 wpw ßglwl: im 71-  . m1   d! 
 w TWHlLx Q M lirßfu:    "ilißyqvÄiW"   iäßc-w  In 
NS: P'4E"'i  1. 'w'ß'x7ßlrkv    'i  
[M Ü?   "l Ä'5linXw'l' w! Q: rß-Äua: - v' M"  Üt-   i 
v  1M vkÜlwwlLxu u; Vtxiil      m" 31 
M1 AMfnTW wäihß"?   1 iw 
i: W IWELFS      .   s,  w 
 wW. KTKI 4 A?"    "Mrrhw   1'"  w  
  Wißwjßiw     lg Wi 
Ä Ä;  "Rh" Ügzffp- Wllßägsv . X f; f?! I w?! 
w w   Ä" In 
    x  H  "x    [I 
12 M!  ßwyläpltf  f   „ "F1  II! 
I5 i w, u Eiiijllf? l   "  W 
g  am 5: wir     w '15 
Y  1m M  wird?  qyw h '11 
 AM äßää"  .1, 47 Emil??? .,lllr?l?äiizx'  Hi!" 
 w   w:   
 l 
Postxuuunt an einer Thür im Pahäteliiten die Geuuescr dem Andrea Doria, 
SC G11 BD- 
"majolicaro," der eine Abhandlung über seine 
Kunst schrieb. Um diesen Auszug verständlich 
zu machen, müssen wir bemerken, dass ein B0- 
lognino den neunten, und ein gros den dritten 
Theil eines Paul vorstellte (welcher letztere etwa 
5 Silbergroschen galt), ein liwe war ein Drittel, 
und der petit äcu oder äcu olucal zwei Drittel 
eines römischen Ecu ( etwas über zwei Gulden). 
Tropheenw- Die Ornamente diese!" Art be- 
standen aus antiken und modernen Waffen, musi- 
kalischen und andern Instrumenten, und oiTenen 
Büchern ; sie wurden gewöhnlich monochramatisoh 
gelb auf blauem Grunde hingemalt. Die mit 
Tropheen verzierten Teller Wurden zu Cast-el Du- 
rante angefertigt, und auch meistens da verkauft. 
Die Maler bekamen einen ecu ducal fürs Hundert. 
Dieser Ornamentationsstyl War bei den Cinque- 
Centisten sehr beliebt und sowohl zu Marmor- als 
zu Steinarbeiten gebraucht, wie man am Denkmal 
des Gian Galeazzo Visconti, in der Certosa zu 
Pavia, und an den in unsern Illustrationen gege- 
benen Theilen einer Thür zu Genua, ersehen 
kann. 
Arabesken waren Verzierungen die aus einem 
locker verbundenen Schriftzug bestanden, der mit 
Arbeiten wurden 
nach Venedig 
Schleifen und Kränzen verschlungen War. Die auf diese Weise verzierten Arbeiten wurden nach Venedig 
und Genua versandt, wo das Hundert einen ecu ducal galt. 
Uerquate nannte man verschlungene Eicllenzweige, von dunkelgelber Malerei auf blauem Grunde, 
man nannte diese Verzierung auch die " urbinische Malerei," Weil die Eiche im herzoglichen Wappenbild 
vorkam. Diese Art Decoration wurde fünfzehn Gros das Hundert bezahlt; doch erhieltßler Künstler einen 
petit 
ä-cu, wenn 
er, ausser 
genannten Verzierung, noch 
irgend 
kleine 
Scene 
Böden 
Teller hinmalte. 
Grotesken hiessen Verzierungen, die aus verschlungenen männlichen und weiblichen Ungeheuern be- 
standen, deren Körper in Blättern oder Zweigen endeten. Diese fantastischen Decorationen waren meistens 
monochramatisch weiss auf blauem Grunde gemalt. Sie wurden gewöhnlich mit zwei ecu das Hundert
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.