Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grammatik der Ornamente
Person:
Jones, Owen
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1862676
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1863412
ORNAMENTE 
WILDEN 
STAEMME. 
Oberfläche desselben keine einzige übel angebrachte Linie. Die Gestalt im Allgemeinen ist höchst elegant 
und die Verzierung ist durchgehende auf's beste dazu geeignet die Form zu entwickeln. Ein moderner 
Fabrikant mit seiner Vorliebe zu quer und kreuz Streifen, hätte die den Griff umgebenden Bande oder 
Ringe über's Blatt oder die Schaufel fortgesetzt. Der Instinkt des Neu Seelälnders belehrte ihn eines bessern. 
Sein Wunsch war nicht nur, dass das Ruder stark sei, sondern dass es auch stark erscheine, und die Verzierung 
ist darauf eingerichtet, demselben einen weit grössern Anschein von Stärke zu verleihen, als es bei unver- 
zierter Oberfläche hätte haben können. 
Das mittlere, der Länge 
Schaufel 
hinlaufende 
Band 
erstreckt sich ganz herum und auf der andern Seite weiter fort, und umschlingt die Kante am Rande, die 
ihrerseits alle die andern Bande zusammenhält. Wären diese Bande, gleich dem mittlern, über den Rand 
fortgesetzt worden, so hätte es den Anschein gehabt, als ob sie herabgleiten wollten. Das mittlere Band 
allein konnte so fortgeführt werden ohne die Ruhe aufzuheben. 
Die schwellende Form des Griffes an den Stellen wo ein grösseres Gewicht erforderlich war, zeugt von 
einer bewundernswerbhen Auffassung, und das Entstehen der Schwellung mittelst des kühnern Entwurfs der 
Ringe ist vollkommen gut angegeben.
        

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