Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grammatik der Ornamente
Person:
Jones, Owen
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1862676
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1865628
ORNAMENTE. 
KELTISCHE 
4. J UENGERE ANGELSAECHSISCHE ORNAMENTrL- Ungefähr um die Mitte des zehnten Jahrhunderts 
brachten einige Künstler, bei der Ausschmückung ihrer schönsten Manuscripte, einen "andern Styl in An- 
wendung, der nicht minder auffallend war als der der frühern Künstler, und ebenso sehr vom Style jedes 
andern Landes abwich. Dieser bestand aus einer rahmenartigen Zeichnung, mit goldenen Stäben, die die 
ganze Seite umgaben, während in dem auf diese Weise umschlossenen Raum der Titel und andere Minia- 
turmalereien angebracht waren. Die Rahmen waren mit Blattwerk und Knospen verziert, aber auch hier 
behauptete die Idee der verschlungenen Muster ihren Einfluss, indem die Blätter und Stämme mit einander 
und auch mit den Stäben verwoben waren; ausserdem waren die Winkel mit zierlichen Kreisen, Vierecken, 
Rauten und Vierpässen geschmückt. Im Süden von England erreichte, wie es scheint, dieser Ornamenta- 
tionsstyl seine höchste Vollendung, und die prächtigsten Beispiele dieser Verzierungsweise wurden zu Win- 
chester, im Kloster des heiligen Aethelwold, während der zweiten Hälfte des zehnten Jahrhunderts verfertigt. 
Das prachtvollste dieser Exemplare ist wohl das in der Archoeologia vollständig illustrirte Benedictionale des 
Herzogs von Devonshire; doch kommen zwei andere "in der Bibliothek zu Rouen verwahrte Exemplare, 
diesem Prachtwerke beinahe gleich, und dasselbe kann vom Evangeliarium, in der Bibliothek von- Trinity 
College, Cambridge, behauptet werden. Das Evangeliarium des Königs Canute, im brittischen Museum, 
ist ein Beispiel derselben Art, und hat uns die Fig. 20, Tafel LXV., geliefert. 
Es unterliegt keinem Zweifel, dass die grossen Manuscripte der fränkischen Schulen Karls des Grossen, 
die mit Blattwerk geschmückt waren, unsern spätem angelsächsischen Künstlern ursprünglich die Idee ein- 
gegeben haben, Blattwerk als Schmuck in ihre Verzierungen aufzunehmen. 
WESTWOOD. 
 
BIBLIOGRAPHISCHE 
N ACHWEISUN GEN. 
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Writing), HUMPHBEYS, LA CnoIx, und Lysorrs (Magna Britan- 
nia).
        

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