Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grammatik der Ornamente
Person:
Jones, Owen
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1862676
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1865542
CAPITEL 
XV.--TAFELN 
KELTISCHE 
ORNAMENTE. 
TAFEL 
LXIII. 
LAPIDARISCHE 
VERZIERUNG. 
Das Kreuz zu Aberlemno, 7 Fuss hoch, aus einer einzigen 3. lllitteltheil des Steinkreuzes, im Kirchhof der Insel Inch- 
Steinplatte gebildet.  CHALMERS, Stone Monuments cf brayoe, Schottland. 
Angus.  
Kreisfdrmiges Ornament an der Basis eines Steinkreuzes, 4. Ornament vom Kreuz im Kirchhof zu Meigle, Angusshire. 
im Kirchhof von St. Vigean, Angusshire.  CI-IALMERS.   CHALMERS. 
5. Ornament von der Basis des Kreuzes neben der alten Kirche von Eassie, Angusshire- OHALMERS. 
ANMERKUNG.-Ausser den verschiedenen Ornamenten die sich auf den hier dargestellten Steinen befinden, kommt noch 
auf vielen Kreuzen in Schottland ein eigenthümliches Ornament vor, das sogenannte Brillenmuster. Es besteht aus zwei 
Kreisen die mittelst zwei gebogener Linien verbunden sind, und diese Linien werden vom schiefen Strich eines verzierten Z 
durchschnitten. Die Alterthumsforscher haben sich vergebens bemüht den Ursprung und die Bedeutung dieses Ornamentes 
auszufinden, von welchem wir (auser dem genannten), nur noch ein einziges anderes Beispiel gesehen haben, nämlich auf einer 
gnostischen Gemrne, in WALSITS Essay an Christian Coins. 
An einigen Kreuzen von Manx und Cumberland, wie auch am Kreuz zu Penmon, Anglesea, findet sich ein Muster das 
der classischen Zeichnung ähnlich sieht, die auf der griechischen Tafel VIIL, Fig. 22 und 27 dargestellt ist. Dieses Muster 
wurde wahrscheinlich dem römischen Mosaikpflaster entlehnt, auf welchem es zuweilen vorkommt ; es findet sich aber weder 
in Manuscripten noch in Metallarbeiten. 
TAFEL 
LXIV. 
VERSCHLUN GENE 
STYLARTEN. 
1-5, 10-22, 26, 42-44 sind Ränder von verschlungenen Band- 
mustern, aus angelsächsischen und irischen Manuserip- 
ten im brittischen Museum, in der bodläischen Biblio- 
thek und in den Bibliotheken von St. Gallen und von 
Trinity College, Dublin.  
6, 7. Verschlungene Bandmuster, aus dem goldenen Evan- 
geliarium der harläischen Bibliothek im brittischen 
Museunr- HUMPHREYS. 
8. Schlussornament eines Anfangsbuchstaben, aus dem 
Evangeliarium in der Biblothek zu Paris. N0. 693.- 
SILvnsTnE. 
9. Verschlungenes Ornament aus der irischen Handschrift 
zu St. Gallen-KELLER. 
23. Schlussornament eines Anfangsbuchstaben, aus dem 
Kronungsbuch der angelsächsischen Könige, das Werk 
fränkisch-sächsischer Künstlen-HUMPHREYS. 
24. Versehlungenes Schlussornament, aus dem tironischen 
Psalmbueh in der Bibliothek zu Paris.-SILVEs'DRE. 
25. Schlussernament, mit eingeschaltetem Blattwerk und 
natürlich gezeichneten Thiergestalten, aus dem golde- 
nen EVangeliarium.-HUMPHREYS. 
27. Winkelförmiges Ornament mit Verschlingungen, aus der 
Bibel zu St. Denis. Qbßs Jahrhundert. 
28. Muster von Winkellinien, aus dem Evangeliarium zu 
Lindlsfarne. Ende des W811 Jahrhunderts. 
29. Feld mit verschlungenen Verzierungen, aus dem Psalm- 
buch des he1l1gen Augustln 1m brittischen Museum. 
6M oder 7m Jahrhundert. 
30. Ornament aus vier verbundenen Dreischenkeln gebildet, 
aus dem fränkisch-sächsischen Sacramentariurn des 
heiligen Gregors, in der Bibliothek zu Rheims. QWS oder 
IOWS J ahrhundert.-SILVESTRE. 
31. Theil eines gigantischen Anfangsbuchstaben, aus der 
fränkisch-sächsischen Bibel zu St. Denis. 9m J ahr- 
hundert.- SILvEsTRE. 
32. Verschlungenes Vierpass-Ornament, aus dem Sacramen- 
tarium zu Rheims-Sirvssrnn. 
33. Winkelförmig verschlungenes Ornament, aus dem golde- 
nen Evangeliarium (Wvergrössert). 
34 und 37. Verschlungene Ornamente, von rothen Punkten 
gebildet, aus dem Evangeliarium zu Lindisfarne. 
35. Verschlungenes dreischenkeliges Muster, aus dem Krö- 
nungs-Evangeliarium der angelsächsischen Könige. 
36. Kreisförmiges Ornament von vier Dreischenkeln, aus 
dem Saoramentarium zu Rheims (vergrössert). 
38 und 40. Anfangsbuchstaben aus dem Evangeliarium zu 
Lindisfarne, mit verschlungenen Mustern, Thierüguren, 
und winkelfömiigen Linien. Ende des 7mm Jahrhun- 
derts (vergrössert). 
39. Schlussornament mit Hundesköpfen, aus dem fränkisch- 
sächsischen Sacramentarium zu RheimsP-Sulvmsrnn. 
41 und 45. Vierwinkelige verschlungene Ornamente, aus 
dem Messbuch des Leofric in der bodläischen Biblio- 
thek. 
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