Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grammatik der Ornamente
Person:
Jones, Owen
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1862676
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1865343
ORNAMENTE 
HINDUS. 
Die architektonischen Theile an den Bauten 
Hindus 
bestehen 
hauptsächlich 
übereinander 
häuften Gesimsen. Ram Raz führt ganz bestimmte Regeln an zur gehörigen Abstufung der verschiedenen 
Verhältnisse derselben, und es unterliegt keinem Zweifel, dass die Vorzüglichkeit des Styles gänzlich von der 
grössern oder mindern Vollkommenheit. abhängen musste, mit welcher diese stufenweisen Uebergänge zu 
Stande gebracht wurden, aber wie weit man es in dieser Hinsicht gebracht haben mag, haben wir, wie schon 
bemerkt, keine Gelegenheit zu urtheilen. 
Tafel LVII. haben wir alle die verschiedenen Verzierungen dargestellt, die wir von den Copien der Ge- 
mälde der Grotten von Aj unta entnehmen konnten, welche von der ostindischen Gesellschaft im Crystal Palace 
ausgestellt worden waren. Diese Copien sollen zwar treue Nachbildungen sein, doch, da sie von Europäern 
angefertigt worden sind, so ist es schwer zu bestimmen, in wie fern sie wohl als zuverlässig betrachtet werden 
dürfen. In den Verzierungen und allen untergeordneten Theilen spricht sich so wenig eigenthümlicher 
Charakter aus, dass man sie ohne Unterschied zu jeder möglichen Stylart rechnen könnte. Es ist auffallend, 
dass sich in diesen Gemälden so wenig Ornamente befinden: eine Eigenthümlichkeit die wir auch in 
mehreren andern, der Asiat-ic Society gehörenden alten Gemälden, bemerkt haben. Dieser Mangel an Ver- 
zierungen macht sich selbst an den Kleidern der Figuren bemerkbar.
        

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