Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grammatik der Ornamente
Person:
Jones, Owen
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1862676
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1864773
ORNAMENTE. 
MAURISCIIE 
im Alhambra, anstatt Gelb, Gold gebraucht wurde, Welches auf 
Quantität der blauen Farbe noch ferner vergrössert werden, um 
Farben zu überwältigen, gehörig aufzuwiegen. 
ein röthliches Gelb hinspielt, so musste die 
die Tendenz der rothen Farbe, die andern 
VERSCHLUNGENE 
MUSTER. 
Wir haben schon im Capitel IV. darauf hingedeutet, dass man die Spur der ungeheuern Mannichfaltig- 
keit jener maurischen Ornamente, die aus gleich entfernten sich durchschneidenden Linien gebildet werden, 
deutlich durch den arabischen Zinnfries bis zum griechischen Mäander hinauf verfolgen könne. Die 
Ornamente der Tafel XXXIX. beruhen, in ihrer Construction, auf zwei Principien : nämlich die Nummern 
1-12, 16-18 sind nach dem einen Principium entworfen (Abriss N0. 1); N0. 14 aber nach dem zweiten 
(Abriss N0. 2). In den erstern sind die Linien gleichentfernt, und auf jedem Viereck von horizontalen 
und senkrechten Linien in schräger Richtung durchkreuzt. Das System aber, auf welchem N0. 14 gegrün- 
det ist, besteht darin, dass die senkrechten und horizontalen Linien gleich entfernt sind, und dass die 
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Almiss Nu. 2. 
diagonalen Linien nur jedes zweite Viereck durchkreuzen. Die Anzahl von Mustern, die sich mittelst dieser 
beiden Systeme erzeugen lässt, ist ungeheuer, und durch die Färbungsweise des Grundes und der Linien auf 
den Oberflächen, kann diese Varietät noch ferner bis ins Unendliche vermehrt werden, wie aus Tafel XXXIX. 
zu ersehen ist. Allen den Mustern, die wir reproducirt haben, könnte man ein ganz verschiedenes Ansehen 
verleihen, wenn man die verschiedenen Ketten oder andere allgemeine Massen in denselben mehr her- 
vorhöbe. 
RAUTENFOERMIGE 
BUNTMUSTER. 
Der allgemeine Effect der Tafeln XLI. und XLPF, rechtfertigt, nach unserer Ansicht, aufs vollkommenste 
den Anspruch der Ueberlegenheit, den wir den Ornamenten der liIauren eingeräumt haben. Obgleich sie 
nur aus drei Farben bestehen, sind diese Tafeln doch harmonischer und effectreicher als alle die andern Tafeln 
dieser Sammlung, und besitzen einen eigenthiimlichen Reiz, den man in keinem der andern Muster dieses 
Werkes antriHt. Die verschiedenen Principien die wir verfochten haben, nämlich die im Entwurfe herr- 
schende constructive Idee, dass jede Hauptlinie auf einer andern derselben Art ruhe, der allmälige Ueber- 
gang von einer krummen Linie zur andern, das Entspriessen der Ornamente aus einem Mutterstamm, die 
Fortführung einer jeden Blume bis an ihren Zweig und ihre Wurzel, die Abtheilung und Unterabtheilung 
der allgemeinen Linien, alle diese Charakterzüge offenbaren sich deutlich in jedem einzelnen in diesen 
Tafeln enthaltenen Ornamente.
        

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