Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grammatik der Ornamente
Person:
Jones, Owen
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1862676
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1863297
PROPOSITIONEN. 
geordnet sein; so dass das Ganze so- 
wohl als jedes besondere Glied die Ver- 
vielfältigung irgend einer einfachen Ein- 
heit bilde. 
Jene Verhältnisse werden um so schöner sein je 
schwerer es dem Auge wird sie zu entdecken. 
Also wird das Verhältniss einer doppelten 
Gevicrtzahl, oder 4 zu 8, minder schön 
sein als die subtilere Proportion von 
   
32118; 3zu41, als3zu5. 
dienen sollen. Allgemein befolgt in den 
besten Kunstperioelen und ebenso allgemein 
verletzt wenn die Kunst in Verfall geräth. 
PROPOSITION 14. 
Die Farbe gebraucht man als Gehül- 
ün zur Entwickelung der Form, und um 
Gegenstände oder Theile derselben von 
einander zu unterscheiden. 
PROPOSITION 15. 
Uebcr Farbe 
im Allgemei- 
nen. 
Ueber Har- 
monie und 
Oontrast. 
PROPOSITION 10. 
Die Harmonie der Form besteht im 
gehörigen Gleichgewicht und Contrast 
der geraden, krummen und geneigten 
Linien. 
Die Farbe dient auch zum Hervor- 
bringen des Helldunkels, und mittelst der 
gehörigen Vertheilung der verschiedenen 
Farben befördert man die Undulation der 
Form. 
Vertheilung. 
Strahlung. 
Ünu nterbro- 
chener Zu- 
sammenhang. 
PROPOSITION 11. 
In der Verzierung der Oberiiäche 
sollten alle Linien aus einem Mutter- 
stamm entspringen. Jedes Ornament, 
so fern es auch sein möge, muss bis an 
seinen Zweig und seine Wurzel fortge- 
führt werden. Morgenländische Praxis. 
PROPOSITION 16. 
Diesen Zweck erzielt man am besten 
indem man auf kleinen Oberflächen die 
Grundfarben in kleiner Quantität ver- 
wendet, und diese durch die Anwendung 
der secundären und teftiären Farben auf 
grössern Oberflächen balancirt und un- 
terstützt. 
PROPOSITION 
PROPOSITION 
Bei jeder Verbindung von krummen 
Linien mit krummen, oder von krummen 
Linien mit geraden, muss dafür gesorgt 
werden, dass diese Linien die Tangenten 
zu einander bilden. Naturgesetz. Mor- 
genläziolische Pramis ist im Einklange mit 
diesem Gesetz. 
Die Grundfarben sollten auf den obern 
Theilen der Gegenstände gebraucht wer- 
den, die secundären und tertiären auf den 
untern. 
Pnorosrrron 18. 
(Chromaiisclze Aequivalenten von Field.) 
Ueber die con- 
ventioluelle 
Behandlung 
natürlicher 
Formen. 
PROPOSITION 13. 
 Blumen und andere Naturgegenstände 
sollten nicht zu Ornamenten gebraucht 
werden, sondern eine bloss conventionelle 
Vergegenwärtigung derselben, hinläng- 
lich andeutend um die Vorstellung des 
beabsichtigten Bildes im Gemüthe anzu- 
regen, ohne die Einheit des Gegenstandes 
zu zerstören, zu dessen Verzierung sie 
e 
Die Grundfarben gleicher Intensität 
harmonisiren oder neutralisiren sich ge- 
genseitig im Verhältnisse von 3 Gelb, 5 
Roth, und 8 Blau  im Ganzen 16. 
Die secundären oder Nebenfarben im 
Verhältnisse von 8 Orange, 13 Purpur, 
11 Grün  im Ganzen 32. 
Die tertiären, Citrongelb (aus Orange 
und Grün zusammengesetzt) 19; Braun- 
roth (Orange und Purpur) 21; Oliven-
        

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