Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grammatik der Ornamente
Person:
Jones, Owen
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1862676
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1864475
ARABISCHE 
ORNABIENTE. 
nommen worden, wodurch die Einheit des Styls einigermassen beeinträchtigt wird, so könnten diese Verzie- 
rungen als das schönste Beispiel der arabischen Ornamentat-ion gelten. Aber auch in ihrem gegenwärtigen 
Zustande, bieten sie ein höchst vollkommenes und belehrendes Exempel der Form und des Colorits dar. 
Die ungeheure Masse von marmornen Bruchstücken, die in den römischen Ruinen vorgefunden wurden, 
musste natürlich bei den Arabern den Wunsch anregen, die so allgemein von den Römern befolgte Sitte 
nachzuahmen, die Fussböden ihrer Wohnhäuser und Monumente mit geometrisch angeordneten Mosaiken 
zu belegen. Tafel XXXV. enthält eine grosse Anzahl der Varietäten. welche diese Mode bei den Arabern 
erzeugte. Um sich einen richtigen Begriff von der Verschiedenheit des Styls im Ornament zu machen, 
darf man nur diese Mosaiken der Tafel XXXV., mit den römischen Mosaiken, Tafel XXV., den byzantini- 
schen, Tafel XXX., und mit den maurischen, Tafel XLIIL, vergleichen. Auf keiner dieser Tafeln liesse 
sich eine einzige Form finden, die nicht ebenfalls in allen andern vorkommt; und doch wie verschieden ist 
der Anblick den diese Tafeln darbieten! Es ist eine Idee in vier verschiedenen Sprachen ausgedrückt. 
Eine jede regt in der Seele des Beschauers, denselben einigermassen modificirten Begriff an, aber es geschieht 
mittelst ungleicher, weit von einander verschiedener Laute. 
Das gewundene Seil, die verschlungenen Linien, zwei sich durchschneidende Vierecke G, ein gleich- 
seitiges Dreieck innerhalb eines Hexagons, das sind die Grundideen von welchen sie alle ausgehen, während 
der Unterschied hauptsächlich durch die Weise des Colorits veranlasst wird, und diese richtet sich ihrerseits 
grösstentheils nach der Verschiedenheit der angewandten Materialien und des Zweckes zu Welchenl sie 
gebraucht wurden. Die arabischen und römischen Mosaiken sind Fussböden, und von matterni Ton; die 
Maurischen sind Würfel; während die hellfarbigern Ornamente, Tafel Verzierungen der Cßnstfuctiven 
Theile der Bauten vorstellen. f v!   
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