Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grammatik der Ornamente
Person:
Jones, Owen
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1862676
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1863283
ALLGEMEINE 
UND 
DUROHGEHENDS 
DIESEM 
WERKE 
ANEMPFOHLENE 
PRINCIPIEN 
ZUR 
ANORDNUNG 
DER 
FORM 
UND 
DER 
FARBE 
DER 
ARCHITEKTUR 
UND 
DEN 
DECORATIVEN 
KÜNSTEN. 
 
Allgemeine 
Principien. 
PROPOSITION 1. 
Die decorativen Künste haben ihren 
Ursprung in de1' Architektur deren un- 
zertrennliche Begleiterinnen sie auch 
bleiben sollten. 
PROPOSITION 2. 
Die Architektur ist der materielle 
Ausdruck der Bedürfnisse, der Fähigkei- 
ten und der Empfindungen des Zeitalters 
dessen Schöpfung sie ist. 
Der Styl in der Architektur ist die eigenthümliche 
Gestalt, welche jener Ausdruck unter dem Ein- 
iiuss des Klimas und der zur Verfügung 
stehenden Materialien annimmt. 
PROPOSITION 3.  
Wie die Architektur, so sollten auch 
alle zu den decorativen Künsten gehöri- 
gen WVerke Angemessenheit, Ebenmass 
und Harmonie besitzen, und das Resul- 
tat dieser Eigenschaften insgesammt ist 
PROPOSITION 6. 
Die Schönheit der Form erzeugt man Heber die 
mittelst Linien die alhnälig und wellen- äliäälfeine 
förmig aus einander entspringen, und 
zwar ohne Auswüchse, so dass man weder 
etwas hinzufügen noch etwas hinwegneh- 
men könnte, ohne die Schönheit des 
Ganzen zu beeinträchtigen. 
PROPOSITION 7. 
Nach dem Entwurf der allgemeinen Verzierung 
Formen, müssen diese unterabgetheilt ggfjgßr" 
und mittelst allgemeiner Linien Verziert 
werden; die Zwischenräume füllt man 
sodann mit Ornamenten aus, die ihrer- 
seits wieder abgetheilt und geschmückt 
werden können, um einer näheren Be- 
sichtigung Genüge zu leisten. 
PROPOSITION 8. 
die Ruhe. 
PROPOSITION 4. 
Die Wahre Schönheit ist das Ergebniss 
jener Ruhe die das Gemüth empündet 
Wenn Auge, Verstand und Gefühle be- 
friedigt sind, Weil nichts mangelt. 
PROFOSITION 5. 
Die Construction sollte verziert; die 
Verzierung aber nie eigens CQnStfuiI-t 
Werden.  
Was schön ist, ist wahr; was wahr ist muss noth- 
wendig shön sein. 
Alle Ornamente sollten eine geome- 
trische Construction zur Grundlage 
haben. 
Pnorosmon 9. 
Gerade wie in jedem vollkommenen 
Werke der Baukunst ein wahres Eben- 
mass zwischen all den Gliedern herrscht 
aus denen das Werk besteht, so sollte 
auch durchgehends in den decorativen 
Künsten jeder Verein von Formen nach 
gewissen bestimmten Verhältnissen an- 
[Teber Ver- 
hältniss.
        

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