Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grammatik der Ornamente
Person:
Jones, Owen
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1862676
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1863250
VORREDE. 
War 
darauf 
gerichtet 
diese 
Tendenz 
hemmen 
und 
einen 
höhern 
Ehrgeiz 
anzuregen. 
Wenn 
Kunstforscher 
sich 
nur 
bemühen 
Wollte, 
den 
vielen 
ver- 
schiedenen 
Sprachen 
ausgedrückten 
Gedanken 
nachzuforschen, 
fände 
unfehlbar, 
anstatt 
eines 
halbvollen 
Behälters 
stehenden 
Wassers, 
eine 
unversieg- 
bare, 
ewig 
sprudelnde 
Quelle. 
den 
kommenden 
Capiteln 
bestrebe 
ich 
mich 
folgende 
Thatsachen 
festzu- 
setzen :  
Erstens. 
Dass jeder 
Styl 
der 
allgemeine 
Bewunderung 
erregt 
hat, 
UYIVBT" 
mit 
kennbar 
den 
Gesetzen 
iS t: 
Einklange 
welche 
der 
Natur 
Vertheilung 
der 
reguliren. 
Form 
Zweitens. 
Dass, 
verschiedenartig 
sich 
auch 
diese 
Gesetze 
äussern, 
ihnen 
liegenden 
Grunde 
Hauptideen 
doch 
IlllP 
Wenige 
sehr 
der 
Zahl 
sind. 
Drittens. 
I)ass 
Modifikationen 
und 
Entwickelungen 
VOIl 
einem 
Styl 
zum 
führten, 
andern 
durch 
die 
plötzliche 
Beseitigung 
irgend 
einer 
festgewurzelten 
Fessel 
verursacht 
Wurden, 
wodurch 
dem 
Gedanken 
eine 
Zeit 
lang 
freies 
Spiel 
wurde, 
gegönnt 
bis 
neue 
die 
Idee, 
wie 
früher 
die 
alte, 
feste 
Wurzeln 
fasste, 
11m 
ihrerseits 
neue 
wieder 
Erfindungen in's 
Leben 
fördern. 
Endlich. 
Habe 
zwanzigsten 
Capitel 
darzuthun 
versucht, 
dass 
man 
auf 
keine 
Weise 
den 
künftigen 
Fortschritt 
der 
Verzierungskunst 
besser 
sicher 
stellen 
könne, 
indem 
man 
auf 
ällS 
der Vergangenheit 
abgeleitete 
Erfahrung 
alle 
pfropft, 
Kenntnisse 
erlangen 
sind, 
Wenn 
man 
wieder 
ZUI 
Natur 
Zuflucht 
nimmt 
um 
frische 
Elngebungen 
ihrem 
Busen 
schöpfen. 
Jeder 
Versuch 
aufzubauen 
Kunsttheorien 
oder 
einen 
Styl 
bilden 
ohne 
Rücksicht 
auf 
die 
Ver- 
gangenheit, 
Wäre 
ein 
Unternehmen 
der 
höchsten 
Thorheit. 
Das 
hiesse 
die 
seit 
Jahrtausenden 
angehäufte 
Erfahrung und 
Kenntnisse 
muthvvillig 
verwerfen. 
Wir 
müssen 
alle 
Gegentheil 
die 
erfolgreichen 
Bemühungen 
der Vergangenheit 
ein 
Vermächtniss 
betrachten, 
und 
ohne 
ihnen 
blindlings 
folgen, 
sollten 
wir 
Leitfaden 
llIlS 
gebrauchen 
Auffinden 
des 
rechten 
Pfades 
beizustehen. 
Indem 
VOIl 
diesem 
Gegenstande 
Abschied 
nehme 
und 
meine 
Arbeit 
dem 
Publicum zur 
2 
Beurtheilung 
vorlege, 
verberge 
ich 
ES 
mir 
keineswegs, 
dass 
meine
        

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