Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Dekorationsformen des 19ten Jahrhunderts
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1854965
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1855842
Frankreich. 
Benediktiner-Abtei St. Martin des Champs aus. Das zuerst hergestellte Hauptportal, von zwei Karyatiden 
eingefasst und von einem Giebel bekrönt, ist noch ganz klassisch, dagegen wird Vaudoyer bei der 
Wiederherstellung der Kirche und dem Ausbau desgotischen Refektoriums zu einem beweglichen Ekektiker; 
wir werden ihm später noch als ausgesprochenem Romantiker wieder begegnen. Nieolas Bailly (geb. 1810), 
Schüler von Duban, schwankt in seinem Hauptbau, dem Tribunal de Commerce in Paris, zwischen der 
italienischen und der französischen Renaissance. Die etwas nüchterne Aussenarchitektur ist eine Nach- 
bildung des Palazzo communale in Brescia, die hier offene untere Bogenhalle ist bei Bailly zu einer 
Inneres 
zu Lyon. 
der Börse 
Blendarchitektur mit grossen Fenstern geworden, das Obergeschoss mit einer weiten Pilasterstellung ist 
geblieben. Das Innere zeigt die Formen der französischen Renaissance; _besonders glücklich ist die in 
einem runden Centralraum mit Oberlicht und Seitenbeleuchtungangeordnete freitragende Stein-Treppe, das 
Geländer derselben zeigt ein energisch in Stein gebildetes Detail (Abb. 20). Von Bailly ist ausserdem 
die Mairie des vierten Arrondissements errichtet.  
Eine dritte Periode der stilistischen Renaissaneeentwicklung in Frankreich, gegen früher eine 
grössere Freiheit, mehr Phantasie und selbst Willkür der Behandlung zeigend, beginnt mit dem Bau der 
grossen Oper in Paris durch Charles Garnier (Abb. 21). Ein Übermass von dekorativem Reichtum, 
Ebe, Dekorationsformen des 19. Jahrhunderts. 6
        

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