Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Dekorationsformen des 19ten Jahrhunderts
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1854965
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1855614
Empirestil. 
Tuilerien bestimmt, jetzt im Louvre, ist zu sehr im Stile Correggios gehalten, sie treibt das Überinass 
von Reiz und Anmut bis zur profanen Koquetterie. In Girodet meldet sich bereits ein Vorläufer der 
Romantik, mindestens ist das vßegrabnis der Atala", nach Ch-Ziteaubriands Erzählung, romantisch 
durch die Wahl des Stoffs, während sein "Schlaf des Endymion" wieder ganz griechisch aufgefasst ist. 
Einseitigkeit in der Auffassung wird 
A man der französischen, neuklassisclien Maler- 
Ijl   .2. ,   F" i? r  .  schule am wenigsten vorwerfen können, viel- 
 3:;  "i" "f"  mehr zeigen sich bereits die Keime zu allen 
 H Gage  1,  späteren Richtungen; besonders bemerkens- 
"D  Wg  ßyful) wert ist die fast allgemeine koloristische 
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"XLfFxixQäa H? Fertigkeit, die nur als das Ergebnis einer 
  d],   nicht unterbrochenen Schulüberlieferung zu 
k";   i,   betrachtendisij. K 
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ß  12mm u i,  ie e 012a ite. uns , souei sie sic 
 k: g, WM (jäh, im Kunstgewer e aussert, hat allerdings nur 
  rs-"zäilgxsv  Verluste aufzuweisen; die Luxusindustrien 
jiägääßtiigßäil I, gingen zu Grunde, obwohl in dieser .Zeit die 
ä: ß:   s? g ersten Industrieausstellungen in Paris statt- 
" G17   4' "r m!  finden und zwar mit immer wachsendem Er- 
  "gt'   folge, so dass es an ausserer Förderung 
w n g    65,3  nicht fehlte. Die Manufaktur von Sevres 
ü l ; Q ü  verlässt unter Brongiarts Leitung die Her- 
{Ü    l g?  stellung der Porcelaine tendre und damit die 
     w, g alte Zierlichkeit des Dessins; dafür kommt 
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  , Q1131 die Porcelaine dure auf und zugleich fertigt 
   man römische, olympische Riesenkrater, Sur- 
" "für" (F5 {i  m; touts, Tische und dergleichen und schmückt 
    dieselben mit gemalten Figuren von Siegern, 
 i,   kolossalen Reliefmedaillons Landschaften 
ü, 7 7 
   riesigen Blumenstriiussen und prahlerischen 
i";  i? goldenen Lorbeerkräinzen. Auf eigens zu diesem 
i    Zwecke hergestellten Platten werden Kopien 
Ei    Y  von Bildern aus dem Louvre gemalt, und 
Niwlwx Llwxvfc _ W sogar noch impassender auf Vasen und 
  Schüsseln verpflanzt. Die Manufaktur der 
Eli" Gobelins, seit 1803 unter Roards Leitung, 
 ahmt in ähnlicher Weise wie die Porzellan- 
Abb 8. sehreibsekretält  nialerei, grosse Staffeleibilder nach, die sich 
Nach Percier und Foiitaine. nicht für die Weberei eignen. Die Goldschmiede- 
arbeiten zeigen sich im Stile D avids in geraden 
Linien, später nach antikisierenden Zeichnungen Perciers und Fontaines, in denen die Ornamentik 
nur noch eine sehr beiläufige Rolle spielt. Dieselben Künstler waren vielfach mit N eueinrichtungen in 
den alten Schlössern beschäftigt, blieben aber stets weit unter den reichen und farbenprächtigen Erfin- 
dungen ihrer Vorgänger aus der Renaissance- und Barockzeit. Der napoleonische Thron im Thronsaale 
des Schlosses von Fontainebleau von P ercier und Fontaine (Abb. 7) zeigt an den säulenartigen Schäften
        

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