Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Dekorationsformen des 19ten Jahrhunderts
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1854965
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1857352
Moderne. 
Die Zeitschrift für Innendekoration enthält Möbel für ein Schlafzimmer in Tiroler Gotik von 
Ant. Lochner in Stuttgart, welche konstruktiven Aufbau und Verzierung durch Flachschnitzerei zeigen. 
Ein Nähtisch von R. Godron in München belrnü t sich mit massiver Verwendung architektonischer 
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Gliederunven im Charakter der S atrenaissance die Seitenteile sind mit "enialten Pfauen eSülllllüCläii. 
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Ein Tisch mit ltlachschnitzerei von Kirclimayr hat an den Ecken der Wangen aufgerichtete Adler, je 
auf einem besiegten Vogel stehend, und in der Mitte der Wange einen Baum, unten mit sichtbarem 
Wurzeleeflecht oben mit Zwei en und Blättern die Itülluncen der Zariren sind mit Idarnkrautblattern in 
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Iidachsclinitzerei bedeckt; in den pflanzlichen Bildungen des Ornaments ist die japanische Anregung nicht zu 
verkennen. Die Möbel für ein Schlafzimmer von Alfr. Moser in lturtwaneen. im gotischen Stil, betonen 
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etwvas zu stark das konstruktive Gerüst. 
m  i  Die Schlaiziininermobel von W. Ixinibel 
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      Wm  JUnalIl Munchen, im Charakter dei liiolei 
         l a4 ßffyio-i,  I"   Gotik, halten sich wesentlich an alte Vor- 
 Ür-          bilder, sie wiederholen die üblichen Zinnen- 
        i;    gesimse und Friese mit flachem Ranken- 
   u;      werk. Die Mobel von Bernh. Weni  in 
       .1     München eine 'lruhe ein Schreib uult 
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     "      und eine Trulienbank, sind einfach ge- 
  "      halten, ebenso, unter Hervorhebung des 
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 f i, ; f?    konstruktiven Aufbaues, die Mobel von 
w      fix,    Jo s. Plail in Konigsberg bei Eger und die 
       von Yeillicli und Heinr. Irmler in 
i,   Wien. Ein schönes Itlügelgehiiuse, ent- 
             .  werfen von Prof. Max Koch in Berlin, 
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           kann fuglich nicht fur die neue Richtung 
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21811525? "   ,  1   in Anspruch genommen werden, dasselbe 
PUCHÄWFUDYHAIS _A_      Zeicinet sici uici ieicie guricie 
         er      Schnitzereien aus indem sich an den 
WEISWNC. Qgrifjifllili   mit,        L 3  
"      x   Bussen frei earbeitete NIXGDWGSÜLLliZGII eiii- 
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   "r   "i" porschlingen, welche an die Leistungen 
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der italienischen Hochrenaissance erinnern. 
Abb. 64. Kunstverglasung von Walter E. Webster. Dagegen Zeigt sich ein Notenpult von 
N1" um 5mm" demselben Kunstler modern naturalistisch 
verziert, ebenso ein nach Kochs Entwurfe von Paul Schirnier in Berlin ausgelührtes Buffet. 
Die Neubelebung des Kunstgewerbes erstreckt sich indes, ausser auf Möbel, auf die nxannig- 
faltigsten Hausgeräte: Thongefässe, Gläser, metallene Schüsseln, Teller, Krüge und Leuchter, auf Schmuck- 
sachen und Gefässe aus Edelmetall. Es sollen aber diese Gegenstände, soviel Anteil dieselben auch sonst 
beanspruchen, an dieser Stelle nicht einzeln geschildert werden, da sie nicht zur eigentlichen architekto- 
nischen Dekoration gehören und auch nicht so eng wie die Möbel mit derselben zusammenhängen. Da- 
gegen müssen die Glasnialereien, Papiertapeten und Wandt-eppiche im Folgenden eine eingehendere 
Würdigung linden.  
Glasmalereien. 
Die Zeitschrift „Tl1e Studio" enthält die Abbildungen moderner Glasmalereien von verschiedenen 
Künstlern: von Walter E. Webster Jünglinge in der Studierstube (Abb. 64); von H. C. Graff 
die heilige Cäcilia von Engeln umgeben; von J. Houry das Bildnis einer Malerin im modischen
        

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