Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Dekorationsformen des 19ten Jahrhunderts
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1854965
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1857254
Die Moderne. 
bedeckt ein gemalter, sich ringsum ziehender Fries, in welchem Ritter dargestellt sind, die aus einer 
Burg hervor zum Sitze der Feenkönigin reiten. Die flache, geputzte Decke ist mit einem verstreuten 
Blumenmuster bemalt, welches ein einfarbiges Oval einschliesst. Man fühlt wohl heraus, was der eng- 
lische Architekt leisten will; er sucht das Prinzip der Raumdekoration in dem Hervorheben des Kon- 
struktiven in der Holzarbeit und zugleich in einem Zurückgehen auf natürliche Ornamentvorbilder in 
den Feldern; damit soll sich in der Malerei des Frieses eiu Symbolismus verbinden, der auf einen 
höheren geistigen Inhalt deutet. Indes wird man zugeben müssen, (lass in diesem Falle keine befriedigende 
Dekoration 
eines Vorsaals von 
Nach The Studio. 
Quennel. 
Form von typischer Geltung erreicht ist; die Wandtäfelung wirkt zu einförmig, um auch nur den Grund- 
zügen nach in einer Folge von Räumen wiederholt werden zu können, und die Wandmalerei ist eine 
ganz spezielle, über das Erfordernis eines gewöhnlichen Wohnraumes hinausgehende Zuthat. 
Übrigens scheint das Ziel einer durchaus neuen, von der Tradition unabhängigen und zugleich 
die Individualität des Bewohners berücksichtigenden Zimmerdekoration schon aus praktischen Gründen 
in wenigen Fallen erreichbar zu sein. Man kennt hinreichend die schönen, verlockenden Devisen an der 
Spitze der auf Dekoration bezüglichen Publikationen: „Schniücke dein Heim", "Mein Heim ist mein 
Stolz", „Zeige mir deine Wohnung und ich will dir sagen wer du bist", und wie sie sonst lauten mögen,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.