Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Dekorationsformen des 19ten Jahrhunderts
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1854965
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1857220
Aussenarchitektur. 
um welchen sich in vier Geschossen breite Galerien legen. Die lfassade zeigt eine Mischung gotischer 
Hauptformen mit Renaissancedetails, in der Verwendung der Gotik Wieder ähnlich den englischen 
und amerikanischen Magazinbauten (Abb. 59). Die Fassade wird durch zwölf schmale Granitpfeiler 
geteilt, denen eine ausgesprochene Basis fehlt. Der Breite des Mittelbaues entpricht die des Lichthofes. 
Der hlittellwau wird durch breitere Pfeiler eingefasst, welche der ganzen Höhe nach durch reliefierte 
Bronzetafeln geschmückt sind; die Schaufenster schliessen hier im Korbbogen, darüber folgen ovale, von 
Kartuschen umrahmte Öffnungen. An den Seitenteilen der Fassade wird das Fehlen eines ausgesprochenen 
Dachgesiinses auffällig, (lnfiir bildet eine galerieartige Pfostenteilung den oberen Abschluss. Das Neue 
der Fassadenbildung besteht hauptsächlich in der ungewiilinlich stark hervortretenden Entwicklung der 
Cottages 
Sunlight von 
Reihenbau zu Port 
 Nach The Studio. 
Owen. 
vertikalen Linien, withrend die horizontale Stockwerksteilung zurücktritt. Das Zusammenhalten aller 
Geschosse zu einer Einheit entspricht übrigens am besten der Bestimmung des Hauses für den Betrieb 
eines einzigen Geschäfts. Sonst ist der Bau mit Verwendung wirklich künstlerischer Mittel am Äusseren 
und im Inneren vortrefflich durchgebildet.  Die Bauten Karl Hoch eders in München, in „Kunst 
und Handwerk" mitgeteilt, zeigen die Formen des süddeutschen Barocks, ohne in schablonenhafte Nach- 
ahmung des Alten zu verfallen. Sie sind vielleicht deshalb modern zu nennen, weil sie die dem heutigen 
Empfinden entsprechende typische Form für die betreffenden Gebäudeklassen darstellen. Selbstverständlich 
erheben die Bauten keinen Anspruch auf eine für alle Falle passende Mustergültigkeit, namentlich nicht 
auf eine allgemeine Verwendbarkeit der an ihnen ausgeprägten Stilformen, wie denn für unsere Zeit 
zunächst die Herrschaft eines einzigen Stils ausgeschlossen erscheint. Die von Hocheder in Giesing bei 
23'?
        

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