Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Dekorationsformen des 19ten Jahrhunderts
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1854965
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1857164
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der neuen Richtung zusammen, sonst tritt dasselbe zu den oben genannten Arbeiten in einigen Gegensatz. 
Der Verfasser geht von dem Grundsatze aus, dass sich die technischen Künste fortdauernd gewisser 
überkommener Typen, als der einmal gefundenen, entsprecliendsten Ausdrucksforiiien ihrer Ideen bedienen 
müssen. Damit soll zwar nicht die bedingungslose Nachahmung des stilistisch Fertigen als das allein 
Richtige anempfohlen werden, sondern es soll eine Neubeleliung desselben auf (irund eines frischen Natur- 
studiums Platz greifen. Meurer 
verlangt zugleich für diescliinü-        
ckenden Pflanzenformen, in ihrer  ff   r w. Nsxxx 
Anwendung auf die architektoni-      {r v  
sehen Gliederungen, auf die es   w f    { I, s P  
ihm Vorzugsweise ankommt, eine Äßi  j   ß  ('40 Qä' 
strenge Stilisierung, im engen An-  "k  j  i jä Q ' xll Ö w 
schluss an die altorientalischen,   fvt 7' a.   Ä "O h? i 
griechischen, römischen und Re-   K  w:   Pä  
naissztnce-llluster. Palmette, Lotos,  Ä Ö x    "St yy  52.2.2. Q  
Akanthus ii. s. w. sollen als allge-    ß-mzß. he'd        4  
meine Schemata neben den heimi-   b v! (s) v  I!   7   E 
schen Pllanzenformen ihre Geltung l 0 .5 s (U  3 f    "e  '  x r ß.  
behalten.   i          
Aussen-Architektur.  Kg          Q 
Wenden wir uns nun nach i.   "     w-   
diesen einleitenden Betrachtungen   L    9d-" Q    I 
den wirklichen Leistungen zu,   tgfä  j   ß?   "   
welche die moderne Stilbewegung        2,-  l   i! 
auf dem Felde der eigentlich archi-     5.,  'j  
tektonischen Bildungen bereits für    ä  f   4.  i  I! 4 
sich in Anspruch nehmen kann, so    w  (f E; f: i;   a,  ä    i 
finden wir vorläufig nur Weniges    Ü  l-     r    i 
  1.   9-   1- s,  
zu bemerken. Ausserdem gehoren   "ß  )  2-; ä"  i  
die hierfür in Frage kommenden  Q 4 i" ;   in?      Ä 
Bauwerke gewissen einfacheren, H:   X -  i   {AI " 
der höheren Monumentalitat ent-  ß;   f  Ü IKK.  )  v,   
behrenden Gebäudeklassen an. Die   a,      K  r Meer  
Vermeidung der historischen Stil-  i"     V  ' i" ' 74 
fcirmen, die doch von. der.neuen Abb. 53. Tapetenmuster: Langusten. 
Richtung angestrebt wird, ist na- Nach S_ Bug 
mentlich in der Aussenarchitektui" 
besonders schwierig, wenn man nicht das Ziel durch nüchterne Einfachheit, welche überhaupt die Ausbildung 
der Kunstformen bei Seite lässt, also durch eine Negation erreichen zu können glaubt. Versucht man aber die 
neuen Ornamentformen anzuwenden, so wird man finden, dass diese sich nicht so leicht in den Rahmen der 
doch einmal unvermeidlichen, architektonischen Gliederungen fügen. Die vielfach belebte Einfachheit kann 
indes überhaupt nicht zu neuen Lösungen des Knnstgedankens führen; sie ist nur eine Umgehung des gestellten 
Problems, ähnlich wie die seinerzeit beliebten abgeschwächten Milchkaiieefarben nur zur Verschleierung der
        

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