Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Les Ornements du Moyen Age = Die Ornamentik des Mittelalters
Person:
Heideloff, Carl Alexander von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2010829
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2011162
 ß-iä-itdeä 
wg  
sculpiee en _bois par Veil, Stoss et fondue e: ciselöe par 
Pierre Vischer  
z. -Mais la riche decoration enirelacee et sivariee du bom- 
L bcau de saint Sebalde, les petites ügures, les cliapileaux, les 
 bas-reliefs, les candelabres, ensuite les apötres, Louteela est 
de Vischer ou de son iils aiue Hermann, qui, dit-on, sur- 
 passait de heaucoup sou pere en talent. Tous ces aeeessoi- 
 res 0m. ece modeles eu eire; cela esi certain, parce qu'ils 
 ue portent pas trace de ciselure. ll eu est de mäme du 
 lias-relief de Feveque Auioine Kress, mort en 1513, qni esl; 
 uu vrni clief-d'0euv're; du beau monument de M, Tucher, 
 daus Pancienne paroisse de Samt-Ulrich ä Ratisboune, et du 
 maguilique iombeau de Gaulier de Cronberg, grand-mailre de 
 l'ordre des chevaliers teutoniques, successeizr d"Alberi de 
Brandehourg, lombeau qui se trouvait autrefois dans la cha- 
 pelle de l'ordre ä Mergentheim, et eommande dans la style 
 de Pepoque ä Pierre Vischer, du vivant du grandmaitre. 
 Nous deeouvrimes ce charmant monument daus Pile dite de 
 la cliapelle ä Mourepos, pres Ludwigsburg. Il avait die 
place en plcin air. Ce tomlbeau doit elre apporte ä Stutt- 
gart, ei place (laues un musee. 
1 Veii Stoss man plus 00mm de ses coutemporaius que 
 Pierre Vischer, ear ses ouvrages etaieni eonnus et recher- 
 clies dans toule la chrelieutä. Les beaux autels quiil exe- 
 cutait ifavaient pns leurs pareils. Ses meilleurs ouvrages, 
 qui se trouüaieni ä Nuremberg dans Peglise Sainte-lllarie, 
 dans celles des Augustins et des Carmölites, ifexistent mal- 
 heureusemenl plus, Mais son maguillque devant diautel ä 
 Schwabach, un chrisi de liancienue ville imperiale de Bott- 
 weil dans les royaume de Wurliemberg, sou bon christ de 
Peglise de Sainl-Sebalde de Nuremherg, sa madonue dans 
 Pacademie de cetle ville, s0n chapelet de la chapelle du 
 elläl-eau de Nuremberg, sout eucore exislants comme de ve- 
 nerables temoins de Part ancien. Uu surl; fatal poursuivit 
 sa Salutation augelique, placee dans le choeur de Veglise de 
 Saiut-Laurent ä Nuremberg, et qui tomba eu morceaux il y 
 a plusieurs annees. Cet ouvrage fut repare diapres noire 
 conseil pur M. ßottermund, siatuaire, 
 Uadresse et le tgleut de VeitStoss ue purent echapper 
 au celebre Sebalde Schreier. II fit faire par le celebre ar- 
 tiste dessius pour un lombeau projete pour les executer en- 
 suite en lironze. Un dessin de la main de Veit Stoss se 
trouve, comme uous Pavous dil plus haut, daus la posses- 
sion de Pauteur.  
Mais comme, d'apres le projet de Veit Stuss, Pelevation 
du monument eüt die de pres de soixaute pieds, et uons en 
donnerons des details dans les livraisons suivantes, quien 
outre, pur sa graude complioatiou, il seraitrevenu trop eher, 
on eonserva ä la verite la compositiou de la parlzie inferieure 
du "tompeau, et Vischer la deeora dans le style de la ren- 
naissauqe, nommä aussistyleitulien, etqui, vers cetle äpoque, 
remplaea le veuerable style germanique ou golhique. Mais 
le sommel, si delieieusemeizt compose par Veit Stossptel 
quiou le voit dans ses dessius, ne reussit pas in Pierre Vi- 
scher. Car le courouuemexit du tombeau de saint Sdbalde 
est la partie la moins bien conque de eette oeuvre eelebre. 
1') Behucoup d7autres ouvrages renommes sont encore sortis 
des-ateliers de Pierre Vischer de Nuremberg, le monument 
de Peveque Jean, dans de döme de Breslau, par exemple, 
celui de "Pelectur Joachim, in Berlin; les tombeaux des 
 deux electeurs de Saxe, Frederic Ie Sage e! Jean le Con- 
1 5mm, (78118 Peglise castrale de Willenberg; celui de Pölec- 
Q"  teur Albert de Mayence, ä Aschaffenbourg, et beaucoup 
 d'autres ä Bamberg, ä Wurzbourg, Eichstaedt, ä Ellwan- 
5 gen, etc. 
5   
    wg 
Aber die reich ierschlungenen Decoraticnen allerArt am 
Sebaldsgrabmal, die kleinen Figuren, Capitale, Basleliefs,  
Licliterti-äger, dann die Apostel sind von Vischer, oder von 
seinem ältern Sohne Hermann, der seinen Vater weit über- 
troiTeti haben soll in Wachs modellirt, was schon an der un- 
ciselirlen Arbeit zu erkennen ist; dies ist auch der Fall bei 
dem Basreliefdes Probstes Antonius Kress (gest. 1513), 
einem wahren Meisterstück, dann bei der vortrefflichen Tu- 
chefschett Tafel in der alten Pfarrkirche zu St. Ulrich in 
Regensburg, und an dem ausgezeichnet schönen Grabmal des 
Deutsch-Ordens'-Grossmeisters Walter um Cyonberg, 
Nachfolgers des auf den Orden verzichtenden Grossmeisters 
Albert "von Brandenburg, welches sich ehemals in der 
Ordenskapelle zu Mergentheim befand, und von dem Gross- 
meister, im Geiste seiner Zeit, noch bei Lebzeiten bei P. 
Vischer bestellt wurde; dieses herrliche Denkmal entdeckte 
ich auf der Kapellen-Insel in Monrepos bei Ludwigsburg, 
als Spielerei im Freien aufgestellt. Es soll jetzt, wie mir  
versichert wurde, in einem Kunstmuseum in Stuttgart auf- 
gestellt werden.   
V. Stoss war zu seinen-Zeit fast weiter bekannt, als es 
P. Vischer war, denn seine Arbeiten waren in der ganzen 
Christenheit bekannt und gesucht; seine herrlichen Altäre 
hatten nicht ihresgleichen; leider sind seine besten Werke, 
welche sich zu Nürnberg in der St. Mariem, in der Augusti- 
ner- und Karmeliterkirche befanden, nicht mehr vorhanden; 
aber sein herrlicher Altarschrein in Schwabach, sein Christus 
in der ehemaligen Beichsstadt liottweilim Würtembergischen, 
sein trefflicher Christus in der St. Sebalduskirche in Nürn- 
berg, seine Madonna in der dasigen Kunstschule, sein Bosen-  
kranz in der Kaiserkapelle auf der Burg sind erhalten wor- 
den, als ehrwürdige Zeichen alter Kunst. Ein eigenes 
Schicksal traf seinen englicheti Gruss, der im Chor der 
St. Lorenzkirche aufgehangen, vor mehreren Jahren herab- 
stürzte und in viele Stücke zerbrach. Dieses Werk V. Stoss's  
wurde auf meine Veranlassung durch den Bildhauer Rotter- 
mund wieder hergestellt. 
V. Stossens Kunstgeschick und Talent konnte dem be- 
rühmten Sebald Schreier nicht entgehen: er liess sich von 
dem berühmten Meister Zeichnungen zu seinem prßjeßliflell 
Prachtgrab entwerfen, um dieselben sodann in Bronze aus- 
zuführen; und eine solche Zeichnung von V. Stossens eig- 
ner Hand befindet sich, wie schon oben erwähnt, im Besitz 
des Verfassers.  
Da nun aber nach V. Stossens Zeichnung und Projeetion 
das Monument beinahe 60 Fuss hoch,  in folgenden Hef- 
ten das Nähere darüber  und bei seiner-grossen Compli- 
cität zu kostspielig geworden Wäre, so behielt man zwar 
die Motive der unterneAbtheilnng des Grabmals bei, und 
Vischer dekorirte selbige im Bennaissance-Styl (auch welsche 
Manier genannt, welche um diese Zeit den ehrwürdigen 
deutschen Styl verdrängt hatte), aber der Schluss, welchen 
V. Stoss in seinen Zeichnungen so herrlich gelöst hat, wolltc 
Vischern nicht gelingen; denn wirklich ist der Aufsatz am 
Sebaldsgrabmal der schwächste Theil des übrigens mit Recht 
so beruhmtenKunstwerkes. Dieser Grabbimmel (Tabernakel) 
ist nichtssagend und beweist, dass Vischer in deutscher Ar-  
chitectur ein Fremdling war. 
Aus alle dem erhellet nun deutlich, dass die Vischer 
chim in Berlin, die Grabmale der beiden Sächsischen Kur- l 
fürsten Friedrich des Weisen und Johanns des Beständigen 
in der Schlosskirche in Wittenberg, Kurfürsten Albrecht 
von Mainz in Asehaifenbourg, eben so viele in Bamberg,  
Würzburg, Eichstädt, Ellwangen etc.  
     
        

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