Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Les Ornements du Moyen Age = Die Ornamentik des Mittelalters
Person:
Heideloff, Carl Alexander von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2010829
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2011102
T 
 
Cahier. 
VO 
Heft. 
Explioation 
des 
planches. 
Erklärung 
der 
Platten. 
Style 
byzuntln. 
Byzantinische:- 
 
Planche 
Platte 
l 
Fig. a, b, c, d. Chapiteaux, et e, f. hases tiräes de la 
ohapelle de Saint-Walcjeric, de Pancienne äglise bänädiotine 
et convexxtuelle de Murrhard. 
(Jette chapelle remarquable est du temps de Pabbö Her- 
borde, de Pan 1180. Son ornementation est dans un ätat 
de couservation si parfaite qu'elle semble avoir ätä faite rä- 
cemment. On voit dans cette chapelle 1a Statue de saini; 
Walderie, placäe sur un autel eu pierre. 
Fig. a, b, c, d. Capitäle und e, f. Säulenfüsse aus der 
St. Walderichs-Kapelle, an der ehemaligen Benedictiner-Klo- 
sterkirche Murrhard. 
Die ganze äusserst merkwürdige Kapelle ist aus der 
Zeit des Abtes Herbordns H80. Sie ist in ihrer Ornamen- 
tik noch so gut erhalten, dass selbst die ganze Schärfe der 
Plastik, wie eben gemeisselt, hervortritt; in dieser Kapelle 
steht die Statue des heil. Walderich auf einem Altar von 
Stein.  
Planche 
Platte 
 Fig. a, b, c. Frise interieur de la chapelle de Saint- 
 Walderie de Murrhard; la fig. b represente la frise supe- 
 rieure de cette ehapelle. d. Frise, d'une rare bealllä et 
 'hien conservee de Pancieune eglise cathedrale de Faurndau 
 sur le Fils, dans le grand hailliage de Goeppingelb Füyallmß 
 de Württemberg.  
 Faurndau passe pour etre plus anoxen que Murrliard; 
 il a ete fondö vers la fin du regne de Charlemagne, dlt-on. 
  Dans Porigine ce couvent etait de l'ordre Benedictins. 
 En 875, Louis-le-Germaniqile en fil: präsent ä son an- 
 mönier, nomme Luitprand. Uemperellr Arnolphe 16 Paßhela 
 de ce dernier en 888, et en fit hommage, avec-le eonsen- 
 tement du pape Formose, au couvent de Saint-Gall pour le- 
 uel il avait une graude predilectiou. 
 q Fig. e. Frise de huit pouces (Om 21) de haulellr de 
 Peglise conventuelle de Alpirsbaeh, dans la F0r6t-N01re,_ sur 
 1a Kinzig, elevee par les Hohenzollern donl; descendalt le 
 premier abbe de ce monastere. Cet ornemenl; si beau et s1 
 original etait autrefois eurichi de peinlures; il date du temps 
 de cet abbe, car il en porte tout ä fait le caraetere et le 
 type. 
 Fig_ f_ Frise du couvent d'Anl1ausen, sur la Brenz, 
 fondee en 1125 al- les comtes palatins Ade Tuebin ue Man- 
 P   g a 
 gold, Albert, Ulric et Gauluer. D'apres cette belle frise, de 
 Pepoque de Siegfried. premier abbe d'Anhausen, ou peut ju- 
 ger du merite desautres ornements de Peglise et des bäti- 
 ments claustraux. Aujourd'hui tout esl; detruit, et aucun 
 vestige ne rapelle la magnificence du couvent. 
Fig. a, b, c. Friese im Innern der St. Walderichs-  
Kapelle im Kloster Murrhard. Fig. b. ist der oberste Fries  
dieser Kapelle. d. Fries im Chor der wunderschönen, noch  
ziemlich gut erhaltenen, ehemaligen Probstei-Kirche Faurn-  
dau (Fürndau) an der Fils im Oberamt Göppingen, K. Würt-  
temberg. ,  
Fanrndnu soll älter sein als Murrhard, und in.der letz-  
ten Zeit Carls des Grossen gegründet worden sein, ursprüng-   
lich aber war es ein Benedictiner-Kloster,  
Im Jahre 875 schenkte es'Ludwig der Deutsche seinem  
Diakonus Luitprand. Von diesem löste es im Jahre 888  
Kaiser Arnulph ein, und schenkte dieses, mit Erlaubniss  
des Papstes Formosus, dem ihm sehr ergebenen Kloster St.  
Gallen.  
Fig. e. Ein 8 Zoll hoher Fries, aus der erst kürzlich  
zerstörten wunderschönen Kapelle der vortrefflichen, noch  
ziemlich gut erhaltenen Klosterskirche Alpirsbach im  
Schwarzwald an der Kinzig von den Hohenzollern erbaut,  
aus deren Geschlecht der erste Abt dieses Klosters ab- 
stammte. Dieses originelle und schöne Ornament, welches 
ursprünglich bemalt war, stammt ganz gewiss aus jener 
Kunstzeit, deren ganzen Typus es an sich trägt. 
Fig. f. Aufgefundenes Pries-Ornament aus dem sonst  
so merkwürdigen, an Kunstschätzenreichen, aber nun fast  
ganz zerstörten Kloster Anhausen an der Brenz, wel-  
ches von den Pfalzgrafen von Tübingen, Mangold,  
Albrecht, Ulrich und Walther im Jahre 1125 gestiftet 
wurde. Von diesemschönen, aus der Zeit Siegfrieds,  
des ersten Abtes von Anhausen herstammenden Orna- 
ment kann man auf die übrigen Schönheiten der Art schlies- 
sen, welche Kloster und Kirche einst aufzuweisen haben 
mochten. 
a;
        

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