Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meister-Holzschnitte aus vier Jahrhunderten
Person:
Muther, Richard Hirth, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1849924
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1850094
A 
M 
C 
S 
 Geschichte des Holzschnittes hat zwei ihrem innersten Wesen nach durch- 
 : aus verschiedene Anwendungen derTechnik zu betrachten: den Nachschnitt 
   der. b1s in das Kleinste durchgebildeten, für den Hochdruck berechneten 
   Ze1chnung auf Holz,  und die freie Uebersetzung der beliebig 
  anders gearteten künstlerischen Handschrift in die für den Hochdruck er- 
 forderliche Zeichensprache. Die letztere Anwendung ist als freie graphische 
    Kunst sicherlich Hervorragendes zu leisten im Stande; aber wenn wir in 
der Kunstgeschichte besonderen Werth auf die eigene Vortragsweise des eriindenden Künstlers 
legen, so kann als originelles Dokument nur der Nachschnitt  gleichviel ob von derselben 
oder von fremder Hand  in Betracht kommen. Hier haben wir in der Regel eine absichtlich 
und mindestens annähernd genaue Nachbildung der ursprünglichen Handschrift des Künstlers 
selbst, ein aFacsimilea, vor uns. 
Die vorliegende Publikation hat nun den Zweck, die Geschichte des Nachschnittes und 
also der Zeichnung für den Hochdruck von ihren Anfängen bis zu ihrer Umgestaltung 
im I9. Iahrhundert zu veranschaulichen. 
Aber selbst in dieser Beschränkung bietet die Geschichte des Holzschnittes ein ausser- 
ordentlich reiches und vielgestaltiges Material dar, und wenn wir auch versuchen wollen, für 
alle Phasen ihrer Entwicklung in den verschiedenen Zeiten und Ländern charakteristische 
Beispiele beizubringen und keinen irgendwie hervorragenden Meister zu übergehen, so kann 
doch eine erschöpfende Vorführung alles Wichtigen und Interessanten unmöglich in dem 
Rahmen dieser Publikation erwartet werden. Im Gegentheil glaubten wir  unbeschadet 
einer gewissen Vollständigkeit nach der kunsthistorischen Seite  von der Reproduktion all- 
gemein bekannter und bereits mehrfach in neuer Zeit publizirter Werke absehen und unser 
Augenmerk hauptsächlich auf seltenere Blätter und Unica richten zu sollen. Auf diese Weise 
hoffen wir ebenso den Erwartungen der Leute der Wissenschaft, der Kenner und Sammler, 
wie dem Bedürfnisse der zwar mit Begeisterung, aber noch ohne grössere Erfahrung an dieses 
Werk Herantretenden gerecht zu werden. 
Denen, die uns durch Beiträge unterstützten, auch noch an dieser Stelle verbind- 
lichsten Dank! 
München, 
März 
1393- 
Richard 
Muther. 
Georg 
Hirth.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.