Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tizian
Person:
Crowe, Joseph Archer Cavalcaselle, Giovanni Battista Jordan, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1844975
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1848656
XXI. 
UNEOHTE 
BILDER: 
ITALIEN. 
711 
dem Bilde (Venus von Pardo) des Louvre (s. oben S. 619 1T.) mit 
Abweichungen im landschaftlichen Hintergrund; die Manier deutet auf 
einen Maler des XVII. Jahrhunderts.  Ebenda: "Die Söhne 
KarPs V.  zwei Jünglinge im Zimmer, einer auf's Schwert gestützt, 
der andere rechts mit Blumen, beide reich gekleidet (Leinwand, Fig. 
halblebensglu), von einem Maler des XVII. Jahrhunderts, der nicht 
Venezianer war. 
Rom, Galerie Doria, 1. Gal.: „Opfe r Abrahams", ein Bild, 
welches trotz deutlicher Uebereinstimmung mit Rembrandts Zeitge- 
nossen und Schüler Jan Livens unter Tiziaifs Namen geht; ein 
zweites Exemplar desselben Gegenstandes und zwar von Livens be- 
tindet sich im Museum zu Braunschweig N0. 515.  Zinzmel" 5 
N0. 22: Maria mit Kind nebst Joseph, Katharina und Hirten (Holz, 
Fig. V4 1ebensgr.), angeblich Jugendwerk Tizianis, hat jedoch mit 
diesem schlechterdings nichts gemein; trotz der Beschädigungen er- 
kennt man vielmehr die Manier eines trevisanischen Malers aus der 
Schule _Palma Vecchiols oder Paris Bordone's.  2. Galerie N0. 17: 
Bildnlss eines Mannes, nach links gewandt, aber in voller 
Vorderansicht, stehend, die Rechte auf dem auf dem Tische liegenden 
Buche; die rothen Fleischtöne erinnern an ähnliche Arbeiten Ro- 
manino's.  2. Galerie N0. 57: Bildniss eines Dichters mit 
Lorbeerreis in der Rechten.  2. Galerie N0. 80: „Tizian und 
seine Frau"; sie sitzend, während er rechts beide Hände auf ihre 
Schulter legt (Halbfig. auf braunem Grunde); geschickt gemalt, von 
Sofonisba Angusciola.  „Tizian's Frau", Bildniss von einem Maler 
des XVII. Jahrhunderts, welches auch nicht entfernt an das oben er- 
wähnte Porträt (N0. 80) erinnert.  
Rom, Galerie Sciarra-Colonna: „La bellaÄ di Tiziano", nicht 
von Tizian, sondern von Palma Vecchio (vgl. der Verf. Gesch. d. ital. 
Mal. deutsche Ausg. Band VI. 545). 
Rom, Galerie Spada N0. 9: „Paul 111.", Copie nach Tizian's 
grossem Porträt im Museum zu Neapel (s. oben S. 444), von einem 
Maler des XVII. Jahrhunderts.  N0. 17: "Kardinal Spada und 
sein Sekretär" und N0. 51: "Kardinal Paolo Spada" sitzend 
in der Kirche, nach links hin. Zu Lebzeiten Tizian's gab es keinen 
Kardinal Spada; diese Porträts entsprechen der Manier des Scipione 
Pulzone von Gaeta.  N0. 66: "Orazio Spada" (Rundbild auf 
Kupfer). Wenn das Bild wirklich den Genannten darstellt, welcher 
1660 starb, so kann es nicht von Tizian sein; auch erinnert die Be- 
handlung an Scipio von Gaeta.  N0. 31: Bildniss eines Man- 
nes mit schwarzem Federhut und schwarzer Schaube, nach rechts, 
den linken Ellenbogen auf einen Pfeilersockel gelehnt, auf welchem 
ein Kranz liegt; auf dem Tische davor eine Flöte, Noten und ein 
Buch, worauf er die rechte Hand stützt (Leinwand, lebensgm. Ein 
schönes venezianisches Porträt, aber sehr hoch und unvortheilhaft
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.