Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tizian
Person:
Crowe, Joseph Archer Cavalcaselle, Giovanni Battista Jordan, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1844975
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1848605
706 UNEGHTE BILDER: ITALIEN. 0m. XXI. 
einem Saale des unteren Geschosses Arabesken und Figurenschmuck, 
unter Anderem die Darstellung eines spinnenden alten Weibes mit 
einer spielenden Katze. Renaldis, Pittura friulana S. 65 schreibt 
dieselben dem Tizian zu, doch gehören sie in spätere Zeit. 
Candide, Kirche: Madonna mit Kind thronend, vor ihr ein Engel 
mit Tamburin, seitwärts Andreas und Johannes der Täufer. Diese 
3 Stücke (Leinwand) schreibt Ticozzi (Vecelli S. 94) dem Meister zu, 
sie sind jedoch von Oesare Vecelli. 
Casteldardo, Casa Piloni: Bildniss des Oderico Piloni, Lein- 
wand, Halbfigui- nach linkshin: alter Mann in grauem Bart mit brau- 
nem Wamms und weissem Hemdvorstoss, in der Linken einen Hand- 
schuh haltend; namentlich von Oesare Vecelli. In derselben Sammlung 
befinden sich auch Bruchstücke von Fresken, zwei Knaben von 6 
und 7 Jahren dar-stellend, wahrscheinlich von derselben Hand (vgl. 
Alnwick).  
Cenceniylze bei Agordo, Kirche: Auf dem Hochaltar ein Bild" 
enthaltend den thronenden Antonius zwischen Rochus und Sebastian; 
angeblich von Tizian, aber in Whhrheit wohl nur von einem Bellu- 
nesen der Schule des Niccolö de" Stefani (vgl. das Altarbild zu Mel). 
Domegye, Casa Bernabo: Kirchenfahne enthaltend Maria mit 
Kind zwischen Sebastian und Rochus, auf der Thronstufe ein Engel 
mit Tamburin; von einem Maler des XVII. Jahrhunderts, durch 
Uebersclnnierung ganz entstellt. Eine Oopie davon in der Kirche zu 
Pieve di Cadore trägt die Jahrzahl 1647 und ist dabei dem 
Orazio Vecelli zugeschrieben. 
Fano, Casa ilfonlevecchio: Bildniss des Grafen Giulio von Monte- 
veccliio in Waffenschmuck, baarhäuptig, die rechte Hand auf den 
Helm gelegt, die linke am Schwertgriif; links im Hintergrunde Hügel- 
landschaft mit Festungen, Truppen und Kanonen (Leinwand, lebens- 
grosses Kniestück). Auf dem alten Rahmen steht folgende Inschrift: 
„Iulius eomes lllontisveteris Urbini Prö (veditor) armorum reipublicae 
Plumbini contra Turcos et in Tilscia contra Senenses Dux et locum- 
tenäs generalis anno MDLIII." Der dünne Farbenkörper und die 
flüchtige Behandlung machen das Bild, wenn es überhaupt mit Tizian 
zu thnn hat (was wir z. Z. nicht entscheiden wollen) auf alle Fälle 
zu einer untergeordneten Leistung. 
Feltre, bisclzöflicher Palast: Bildniss eines bärtigen Mannes am 
Tische, auf welchem eine Doppelbrille liegt (Leinwand, Halbfigur, 
lebensgross, nach rechts gewandt; nicht von Tizian, sondern von 
Tintoretto. 
Florenz, Galerie Pzltii JVo. 17.- Verlobilng" der heiligen 
Katharina, im Hintergrund Landschaft von Hügeln und Bäumen, 
wo ein Schäfer in Turban die Herde hütet (Leinwand). Das anzie- 
hende Bild ist ein sprechendes Beispiel der bei vielen Meistern
        

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