Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tizian
Person:
Crowe, Joseph Archer Cavalcaselle, Giovanni Battista Jordan, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1844975
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1848585
704 UNEGHTE BILDER: ITALIEN. CAP. XXI. 
 
Vase befinden sich etliche Goldstücke und die aufgehangene Tafel tragt 
statt der Inschrift "Omnia vanitas" die Worte „TITIAN CADVBRI." 
Die Behandlung ist sehr frei, der Farbenauftrag dünn, sodass man 
absichtliche Nachahmung der Manier des Cesare Vecelli vermuthen 
könnte. Die Leinwand ist schadhaft und das Fleisch hat durch Alters- 
einfluss und Firniss gilblichen Ton bekommen. Das Alter der Signatur 
ist zweifelhaft.  Ein Bild „Omnia vanitas" erscheint übrigens schon 
in einem venezianischen Auctions-Katalog aus dem Ende des 16. Jahr- 
hunderts (s. Stoekbauer,Kunstbestrebungen am bayr. Hofe in Eitels- 
bergefs Quellenschriften zur Kunstgeschichte S. 43). 
Kingslon Lacy: eine dritte Wiederholung desselben Gegenstandes 
mit der Inschrift „Omnia Vanitas" auf der Tafel (Leinwand), die 
Figur lebensgross, aber eintönig und dünn gefärbt, die Ausführung 
stimmt genau mit dem Exemplar in Glasgow überein. 
Verzeiehniss 
und uneehter 
Namen : 
unbeglaubigter 
unter Tizialfs 
Bilder 
Italien. 
Bagolino, Bezirk von Brescia, Pfarrkirche S. Giorgio (3 Altar 
rechts vom Portal): "Maria, in der Herrlichkeit" von Engeln geleitet 
und von einem knieenden Heiligen angebetet; unten die Heiligen 
Roehus, Sebastian und Markus, welcher den Schuhmacher heilt. (Lein- 
wand, oben rund, Figur. in Lebensgrösse.) Vermuthlich von Pietro 
Rosa von Brescia. 
Belluno. Casa Pagani: Kopf eines jungen Mannes (Holz) mit der 
Aufschrift "Antonio" (Piloni); zwei Köpfe (Leinwand) darstellend Scipio 
und Giov. Maria (Piloni). Theile einer Bilderreihe, von welcher die 
noch dazugehörigen beiden (Oesare und Paolo Piloni, 6 und 3 Jahr 
alt) in Oasa Agosti zu Belluno aufbewahrt werden. Sie Sind 
allem Anschein nach sämmtlieh von Cesare Veeelli (s. S. 746). 
Belluno, Oasa Piloni: Einzelner Frauenkopf (Fresko), ehemals 
Bestandtheil einer Oomposition des Raubes der Sabinerinnen, von wel- 
cher ein Stich existiert mit der Bezeichnung: "Opus Titiani Veeelli 
ßxistens in atrio D. D. nobilium Comitum Piloni in Civitate Belluui, 
G. G. F." Der erhaltene Rest zeigt unverkennbar, dass der Maler 
Qesare Vecelli gewesen ist; die Behandlungsweise stimmt zu der- 
Jenigen der späteren Werke desselben, wie z. B. in dem Pieve di 
Cadore (s. S. 746).
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.