Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tizian
Person:
Crowe, Joseph Archer Cavalcaselle, Giovanni Battista Jordan, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1844975
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1848558
Oma XXI.  ECHTE BILDER: IRLAND. SPANIEN. 701 
 
und grünem Damastkleide mit rothen Aermeln dar, die rechte Hand 
am Dolch an der Hüfte, mit der Linken einen Hund streichelnd 
Das Bild ist fast völlig übermalt, nur wenige Stellen deuten 11001; 
auf Tiziaxfs Hand.  
Irland, Samml. des Viscount Powerscourt: Bildniss eines 
jungen Mannes von etwa 20 Jahren, angenehmen Charakters und 
von natürlicher Haltung, lebensgrosses Kniestück, baarhäuptig in 
schwarzem Anzug, den rechten Arm auf dem mit Büchern und 
Papieren bestreuten Tische, in der Linken den Federhut haltend, am 
Halse eine Kette mit Medaille; auf dem dunkelbraunen Hintergrunde 
rechts ein grüner Vorhang (ausgestellt auf der ersten Dubliner Aus- 
stellung als Eigenthum des Lord Powerscourt). Das Bild ist reich 
im Ton und darf als treifliches Beispiel vom Stile Tizian's gelten. 
Spanien. 
Madrid, Museum N0. 463: "Bildniss eines Malteser 
Ritters" (Kniestück, Leinwand, h. 1,22, br. 1,0l). Ein Mann von etwa 
35 Jahren, bartig und unbedeckten Hauptes am Tische stehend, worauf 
eine Glocke liegt, in schwarzer Seide mit Atlasvorstoss, auf dem 
Wamms das griechische Kreuz in Stickerei. Dieses vornehme Bild, 
welches bisher noch keine bestimmte Benennung gefunden hat, ist 
zwar am Kopfe einiger seiner ursprünglichen Feinheiten verlustig 
gegangen, aber gehört trotzdem zu den schönen Beispielen aus der 
mittleren Periode Tizian's; besonders meisterhaft ist die Art und 
Weise, in welcher die schwarze Kleidung von dem zwar etwas lich- 
teren, aber immer noch dunklen Hintergrunde sich loshebt. 
Madrid, Zlfuseum (im Katalog von 1845 N0. 435, jetzt nicht 
ausgestellt). Eece homo: Der Heiland mit Dornen gekrönt, nach 
rechts gewandt und in den zusammengeschnürten Händen den Rohr- 
stab haltend; vorn rechts, mit dem Rücken nach dem Beschauer ein 
Kriegskneeht in Kettenpanzer, den Arm auf den Steinsockel gestemmt, 
Pilatus in rother juwelenbesetzter Mütze erhebt sprechend die Hand; 
dicht oberhalb der Brüstung links sieht man einen Mann mit orange- 
gelber Mütze, Welcher die Hand ausstreekt und die rothe Tunika 
Christi packt; im Hintergrund links ein Gitterfenster. (Holz 3 F. 7 Z. 
im Geviert.) Nur das Auge des letztgenannten Mannes und ein Stück 
der Schulter Christi lässt noch die ursprüngliche Farbe erkennen, 
welche im Uebrigen unwiederbringlich zerstört scheint; diese Reste 
jedoch zeigen, dass das Bild ehemals sehr schön gewesen sein 
muss.  Eine alte, aber schwache Copie ohne den Soldaten im Ketten- 
panzer befindet sich in der Gallerie zu Hampton Oourt N0. 694, 
eine Wiederholung derselben, angeblich von Francesco Vecelli, im 
Dresdner Museum unter N0. 239.
        

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