Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tizian
Person:
Crowe, Joseph Archer Cavalcaselle, Giovanni Battista Jordan, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1844975
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1848507
ECHTE BILDEVFE 
DEUVIKSCH LAiNl 
CAP. 
XXI. 
streifiges Kleid und rothe Hose, Degen und Dolch angekoppelt; die 
Linke an der Hüfte, in der Rechten einen Speer, zu Füssen rechts 
ein Hund, links ein geflügelter Onpido, Welcher einen federgeschmückten 
Helm emporhält, während Bogen und Pfeil am Boden liegen. Hinter- 
grund hügelige Landschaft. Rechts von dem Amor die Inschrift 
„TJTIANUS fecit". (Leinwand 7 F. 2 Z. zu 5 F. 5 Z.) Das Porträt 
gilt für das des Marchese del Vasto Davalos, was jedoch der Bestä- 
tigung bedarf; man fühlt sich vielmehr an Aretin's Sonnett auf das 
im Jahre 1549 gemalte Porträt des Herzogs von Alba erinnert: 
„La eftigie adoranda della pace 
Pimagine tremenda della guerra." 
Aretino. Lettere v. 105. 
Die Physiognomie ist jedoch nicht die Albzis, wenn auch der Mann 
ein Spanier sein mag. Die Behandlungsweise ist die der Zeit von 
1549 und 1550, von kühner Freiheit. Photographiert von Schauer in 
Berlin. 
rlfünclzen, Pinakozlz. N0. 467: Bildniss eines Mannes in 
Schwarz nach rechts gewandt, aber nach links hin blickend, baarhauptig, 
die rechte Hand auf dem Tisch, die linke am Dolch; das Wamms von 
schwarzer Seide mit Vorhemd. Ein prächtiges Bild mit grosser Energie 
und Vollendung gemalt. In der Galerie zu Düsseldorf, wo es sich 
früher befand, wurde es irrthümlich für ein Bild Aretin's gehalten 
(s. Georg Forsterls Ansichten vom Nieder-Rhein, Leipzig 1868, I. S. 77). 
Das Bild gehört zu den aristokratischen Erscheinungen Tizianischer 
Kunst, an welchen Van Dyck vornehmlich studierte. 
München, Pinakolk. N0. 587: Maria unter einem Baum 
in der Landschaft sitzend hält das Kind auf dem Knie, welches nach 
links hin auf den kleinen Johannes blickt, rechts kniet der Stifter 
in schwarzer Schaube. (Leinwand, 2 F. 3314 Z. zu 2 F. 10 Z.) Hand 
und Fuss des Johannes sowie der Kopf Mama's haben durch Ab- 
putzung und Uebermalung gelitten, aber das Bild ist noch immer ein 
höchst anziehendes Werk des Meisters und die Landschaft zur Rech- 
ten mit ihren blauen Bergen und bebauten Hügelzügen sehr schön 
behandelt; ebenso das Profil des Donators, eines Mannes in voller 
Kraft. Entstanden scheint es etwa zwischen 1520 und 1525, die Vor- 
tragsweise dieser Periode ist hier vorzüglich vertreten. Derselbe 
Gegenstand, jedoch statt des Stifters die Figur der heil. Katharina 
enthaltend, findet sich auf einem ebenfalls Tizian zugeschriebenen 
Bilde der Sammlung Fenaroli in Brescia, welches in der Ecke 
die Signatur "TITIA-PIN" trägt. Die Behandlung deutet jedoch auf 
einen Nachahmer des Meisters. 
München,  Maria, das nackte Kind im Arm 
bei Sonnenuntergang vor einem Hause sitzend; zweifelhaft bezeichnet 
TIZIANUS. F. (Leinwand, 5 F. 31k; Z. zu 4 F. 1 Z.) Die Bewe- 
gunä'_dßl' Figuren ist grossartig und die Behandlung zeigt noch von
        

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