Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tizian
Person:
Crowe, Joseph Archer Cavalcaselle, Giovanni Battista Jordan, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1844975
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1847642
512 
TIZIAN'S ALTERS -STIL. 
CAP. 
XIX. 
Vermuthlich 
sind 
diese 
beiden 
Briefe 
dem 
Hernandez 
Garcia 
vorgelesen worden, der alsdann Abschriften für das Gesandtsehafts- 
Archiv behielt. Anders lässt es sich kaum erklären, dass sie 
ohne Unterschrift in Simaneas aufbewahrt wurden? Erst im 
Frühjahr 1561 erhielt Tizian und zwar auch nur mittelbar Anf- 
schluss über seine Werke. Auf die von ihm angeregte Idee 
einer Verherrlichung der Grossthaten Kaiser Karl's wurde dabei, 
wie es scheint, nicht eingegangen, wie denn die obige Frage 
Tizian's überhaupt die einzige Erwähnung der Sache ist, welche 
in der uns bekannten Correspondenz mit dem König vorkommt. 
Bemerken müssen wir jedoch, dass Don Luis Davila die Schlachten 
KarPs des V. angeblich nach Tizian's Entwürfen in seinem Palaste 
zu Plasencia in Spanien hat in Fresko malen lassen und dass 
von ähnlichen Zeichnungen bei Gelegenheit der Festlichkeiten 
Kaiser Karl's des VI. in Prag im Jahre 1723 die Rede ist. 10 
Tizian an Philipp den IL: 
„ Aus Briefen von Deliino erfahre ich, dass die von mir ge- 
sandten Bilder „Diana am Brunnen", die „Fabel von Kalisto  
der „Tod Christi" und die "Könige aus dem Morgenlande" den 
Beifall Ew. lllajestat gefunden haben, worüber ich umso mehr 
erfreut bin, als mein grösstes Glück das Bewusstsein ist, einem 
so grossen König Vergnügen zu bereiten. Ich danke Ew. Majestät 
anjetzt von neuem für die zweitausend Scudi, deren Zahlung vor 
drei Jahren in Genua befohlen wurde ohne dass Ew. Majestät 
grossrnüthige Absicht erfüllt und Euren Befehlen gehorsamt ward, 
sodass ich schwere Einbusse dabei erleiden musste. Da ich 
meine Hoffnung auf das Geld setzte, so habe ich Landbesitz 
für meinen und meiner Kinder Unterhalt erworben, den ich zu 
grossem Leidwesen nun wieder verkaufen muss. Da ich 11m1 die 
zweitausend Scudi, welche mir von Ew. Majestät zugesichert 
worden sind, zu meinem Unglück nicht erlangen kann, 50 erbitte 
ich unterthänigst Befehl zur Auszahlung derselben hier in Venedig. 
Als Fürbitte in dieser Angelegenheit habe ich eine Magdalgne 
m vgl. Stirling, Convent life of Charles V., S. 149 und G. B. Zanottfs Storia 
delY Accademia Clementina, Bologna 1739, vol. 11., S. 24, citiert bei Ciani, Storia. 
del popolo Cadorino II. S. 319, Anmerkung. I
        

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