Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tizian
Person:
Crowe, Joseph Archer Cavalcaselle, Giovanni Battista Jordan, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1844975
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1846918
ß 
XVI. 
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kaum etwas naehgibt, existieren zahlreiche Wiederholungen. Eine, 
von einem Schüler des Meisters, befindet sich in Blenheim, eine 
andere bessere hängt im Palast Pitti, zwei oder drei schwache 
Nachbildungen sind nach Oastle Howard in die Sammlung des 
Lord Stanhope und in die Galerie Oorsini nach Rom gekommen. W 
Vereinzelte Erinnerungen an Tizian's Thätigkeit in Augsburg 
finden sich in den Blättern über Rubens Nachlass. Während seines 
Aufenthaltes in Madrid copierte der grosse flandrische Meister fast 
alle von Tizian gemalten Porträts daselbst und darunter finden 
wir: „Philipp II., lebensgross; Jakob, den Sekretär des Königs 
und den königlichen Zwergß" Es ist sehr zu bedauern, dass 
diese Bilder sowohl im Original wie in der Copie verloren ge- 
gangen sind. Am 6. Februar 1551 empiing Tizian vomiSchatz- 
meister Philipps von Spanien 230 Dukaten ausgezahlt. "9 Der An- 
blick dieses Geldes rief ihm ohne Zweifel die längst fälligen 
Pensionen aus Neapel und Mailand ins Gedächtniss und dieses 
Gefühl diktierte ihm den folgenden Brief an Giuliano Gosellini in 
Mailand": 
„Es ist mir leider zur Gewissheit geworden, dass alle Gnade 
des Monsignore (Kardinal Gonzaiga) und des erlauchten Don Fer- 
rante ohne Wirkung bleibt, so lange sie nicht durch Eure Güte 
unterstützt wird, der ich bereits so viel verdanke. Ich bitte 
 
dem Exemplar in Madrid, aber das Gesicht ist entsprechend und die Zuge sind 
meisterhaft wiedergegeben. Störend sind verschiedene übertupfte Stellen und der 
stumpfe bräunliche Firniss, der die ganze Fläche bedeckt. 
i" Die Copie Äin Blenheim (Leinwand) entspricht dem Exemplar in Neapel 
genau. Die der Galerie Pitti in Florenz (N0. 200) soll diejenige sein, Welche 
nach Vasari XIII. 38 von Tizian an den Herzog Cosimo den I. geschickt wurde. 
Sie weicht in Einzelheiten vom neapolitanischen Original ab; die rechte Hand liegt 
auf dem Dolchgriif, der Hintergrund ist ein Säulengang, in der Ferne Wiese; ge- 
stochen von Mogelli.  Die Copie in Castle Howard, Halbfigur, hat sehr durch 
Nachbesserung gelitten.  Ein ferneres Exemplar im Besitz des Lord Stanhope, 
Kniestück (auf der Ausstellung in Manchester) verdient das Lob nicht, welches 
Waagen, Treasures, Suppl. S. 181 ihm spendet.  Die Halbflgur in der Galerie 
C orsini in Rom zeigt Philipp in schwarzem Wamms, die Linke am Degengefaiss, 
die Rechte auf einem mit rothem Tuch bedeckten Tische. Es ist eine gute Copie, 
nicht Original. 
63 s. Rubens Inventar in Sainsbury's Papers S. 238. 
69 s. die Zahlungsvermerke im Anhang N0. LXXIL 
354:
        

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