Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Grundsätze der Ölmalerei und das Verfahren der classischen Meister
Person:
Ludwig, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1841768
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1842732
auf die 
Wirkung der Farbe des Grundes 
Farbe der Decke. 
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Mengung von Schwarzpiglnent 
einem Umweg Neutralschwarz, 
stellen. 
und Weiss aushilft, statt auf 
respective Neutralgrau herzu- 
Viele Maler lieben es, um ihrem Bilde einen durch das 
Ganze gehenden warmen Ton zu geben, statt mit Grau, mit 
einer warmen Farbe zu unterlegen, und man kann dieses in 
gewissen Fallen denn auch sehr wohl thun, wenn man nur 
"die farbeverändernden Fehler, die diese farbige Unterlage noth-  
wendig hervorrufen muss, zu bewältigen Versteht. 
Erstens, wird sich die warme Grundfarbe um so weniger dlggglifllägäi. 
einmischen können, je lichtloser sie ist. Lasurgriinde, weil Lwlrgwnd. 
sie weniger Licht reflectiren, mischen sich daher jedesinal   
weniger ein, als deekfarbige Gründe der gleichen Farbenart.  
 Zweitens, wird sich die Grundfarbe in die Aufinodel-äijilsäßgjg" 
lirungen derjenigen Localfarben nicht nachtheilig einmischen, "Säiäffve 
mit denen sie neutrales Schwarz oder Grau bildet. "E2333", 
Drittens, wird ein Farbenfehler in den Schatten weniger dägilfjßjääh 
auffallen, so lange die Schattenfarbe durch das deutlich und  
rein gebliebene hohe Licht erklärt wird und kein anderer Llchlfa'bo' 
neben ihm stehender Fehler ihn hervorhebt. Ware z. B. auf 
Blauschwarz oder Blaugrau ein roscnrother Fleischton im 
Schatten zu sehr in's Violete gezogen, so würde uns dieses 
Violet, alleinstehend, nicht sehr stören. Käme aber auf dem- 153101313; 
selben Blaugrau mit dem violeten Fehler des  
tones ein grünlichen der in einer danebenstehenden gelblichen artig-f"- 
Fleischfarbe auftreten müsste, zum Vergleich, so würden nun 
beide Störungen der Loealfarben sehr merklich auffallen. 
Ebenso würden die Carnationssehattenl), welche man auf 
Braununterlegung gemalt hatte, sofort als zu warm auffallen, 
wenn neben sie ein stumpfes Blau zu stehen käme, dessen 
Halbschatten gleichfalls auf Braun hervorgebracht sind. Denn 
diese letzteren würden weit neutraler und richtiger verdunkelt 
sein. 
Vor 
allen 
Dingen 
wird 
1115,11] 
also , 
hat 
1D 3.11 
keine 
warmen Deckfarben. 
aller 
die 
Sowie 
eXaQt Mittel der 
Berichti- 
gung vom 
Grunde hor.
        

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