Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Grundsätze der Ölmalerei und das Verfahren der classischen Meister
Person:
Ludwig, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1841768
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1842551
Zweiter 
Abschnitt. 
Die 
Technik 
der 
Oelfarben. 
Der Sinn der Oelfarbentechnik ist den Modernen offenbar 
vielfach unklar, wie schon daraus hervorgeht, dass so häufige 
Versuche gemacht werden, Oelbildern das Ansehen der Weit 
unvollkommeneren Wasserfarbenmalerei zu geben. Der Er- 
folg dieser Versuche muss selbst weit hinter dem zurück- 
bleiben. was die YVasserfarbenmalerei zu leisten vermag, denn 
das Prineip der Oelfarbon, Glanz und Transparenz, wider- 
setzt sich der Leistung. lm Ganzen aber ist die Verwilderung 
der Oelfarbentechnik dem [lmstande zuzuschreiben, dass man, 
verleitet durch gewisse Bequemlichkeiten, welche die Oelfarbe 
gewährt, das Vermögen dieses Materials weit überschätzt, ohne 
weiter über dessen Eigenheiten nachzudenken. 
Unstreitigen Anspruch auf Beifall haben nun diejenigen, 
Welche die übermächtige Gewalt der alten Oelmalerei aner- 
kennen und augenscheinlich beflissen sind, die Lehre der 
Meister aufzusuchen; sie gehen nur meist nicht gründlich 
genug vor, weil sie dem Hange der Zeit, alles auf den "Geist" 
anzusehen, ihren Tribut zahlen. Sie beschäftigen sich mit 
den  allerdings wundervollen  poetischen Schlussresultaten 
der alten Oelmalerei, mit dem Eifect durch Licht und Schatten, 
mit der Poesie des Tones und mit der durch die Farben- 
composition mannigfach beeinliussten architektonischen An- 
ordnung der Bildfläche.
        

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