Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Grundsätze der Ölmalerei und das Verfahren der classischen Meister
Person:
Ludwig, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1841768
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1842288
Erster 
Abschnitt. 
charakter hinausgerückt erscheinen, Wenn neben ihr ein farbiges, 
sehr starkes Licht auftritt, in Welchem Falle sie dem Auge 
zur Gegensatzfarbe dieses Lichtes wird.  
Wir benennen die erste dieser Schattenarten: sclnvarze 
Vollschetten, die zweite: blaue Luftschatten. 
Die dritte und die Vierte Art kommen auf guten alten 
Bildern so selten vor, dass Wir sie füglich nicht weiter zu be- 
rühren brauchen. 
väflhjlfggä Wo keiner dieser Fälle eintritt, zeigen die Schatten ein- 
lißläirrllrefßal- farbiger Opakkörpei" unter mässigem Lichte gedeckten Himmels 
Wohl Unterschiede der Dunkelheitsgrade und auch der Farben- 
intensität, die Localfarlwe bleibt aber in ihrem YVesen deutlich. 
ßßnamuvs- Der Bequemlichkeit des Ausdruckes halber theilen wir 
uns die deutlich localfarbigen Schatten. nun auch folgender- 
massen ein: 
1. Gleich neben den schwarzen Vollschatten, WO die Farbe 
beginnt schwach deutlich zu werden, sehen wir schwärzliche 
"Halbschatten bei Finsterniss". 
2. "lntensivfarbige" sind diejenigen kräftigen Schatten des 
Vorgrundes, die, ohne der Beeinflussung einer grossen Dunkel- 
heit oder weisslichen Tageslichtes ausgesetzt zu sein, am schön- 
sten und klarsten die Localtarbe zeigen. Am. besten Wird 
dieses der Fall sein, WO der Schatten von einem mit ihm 
gleichfarbigen Lichtretiex aufgehellt ist. 
3. „Halbschattcn beim Licht" nennen wir diejenigen 
Schattentöne in der Nahe des Lichtmitteltones, in deren Farbe 
das weissliche Tageslicht noch einigen Einspruch thut und 
sie etwas in's Graue zieht. 
4. Ausserdem können wir noch die Schatten des Mittel- 
grundes von den vorigen trennen. Sie beginnen vom Luftton 
beeinflusst zu werden und zerfallen wieder in Halbschatten bei 
F insterniss und in solche beim Licht; intensivfarbige Schatten 
des Mittelgrundes kommen ohne directe Sonnenscheinbeleuch- 
tung nicht vor.
        

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