Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Grundsätze der Ölmalerei und das Verfahren der classischen Meister
Person:
Ludwig, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1841768
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1844570
Führung der 
Kunstwerken 
Arbeit an 
der alten 
Schulen  
Grunde, nur dass natürlich die Schönfarbigkeit der Lasur durch 
das Grau des Grundes in's Graue gemildert wird. Die Unter- 
tusehuilgen sind dunkler und in Folge dessen sind dies auch 
die Grauaufmodellirmingen in Deckfarbe.  
Dritte 
Reihe. 
Mischung 
der 
(slajrobscuren 
und 
der 
schönfarbigen 
Art. 
Rafael 
Der Kreis von Künstlern, welcher den grössten und herr- 
lichsten Maler aller Zeiten umgab, hat sich in seinen colori- 
stischen Ansichten niemals ganz von der schönfarbigen Weise 
getrennt, wohl aber war er, Rafael selbst, Allen voran 
eifrigst bemüht, den Kern der chiaroscuren Darstellungsweise, 
die höhere F ormenausbildung, sich anzueignen und die hervor- 
springendere Bedeutung der Einzelform auszunutzen. S0 ent- 
stand die glücklichste Vereinigung stärkerer und elfectvollerer 
Modellirung der Einzelform mit der Schönfarbigkeit der ganzen 
Bildüäehe. Und es ist vielleicht noch nicht genügend hervor- 
gehoben worden, dass hierzu, und um sich vor den malerischen 
Irrthüinern der Zeitgenossen zu bewahren, ein starker, fester 
und selbstbewusster Geschmack gehörte. Denn das Chiaros- 
curo wurde so sehr Geschmacksrichtung, das man seine Weise 
nicht nur auch im Affresco anwandte, sondern, weil man in 
dieser Malart über keine genügende Tiefe verfügte, fortwährende 
Versuche machte, dunkle Chiaroscure von grosser räumlicher 
Ausdehnung mit Oelfarben auf die Mauer zu malen. Dass 
Raf a el dem nicht fremd blieb, beweisen einerseits die Fresken 
der Camera dfldliodoro und andererseits die beiden von ihm 
in Oel gemalten Figuren der Sala di Costantino. Die Galatea 
aber ist schon wieder ganz in der schönfarbigen Art gemalt, 
und vor Allem "sind die grossen Altarbilder in Oelfarben, welche 
er später, als jene grossen Wandbilder malte, nicht dunkle 
Chiaroscuri zu nennen. Während er im Heliodor und der 
Flucht Petri an Dunkelheit der Massen ausbeutete, was das 
Ludwig 
Malerei. 
Aull.
        

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