Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Grundsätze der Ölmalerei und das Verfahren der classischen Meister
Person:
Ludwig, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1841768
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1843997
Praxis. 
183 
Die Untorlamgcn clnfzxrbiger Nlmlellirungclx SQlQU nichtv zu 
hell, (lamit die halben Deckfarbenschichtell nicht halb durch- 
scllienenl ausfallen und also zu hoch angefertigt werden 
müssen. 
 l)ie U nterlagen der lntlensivlusurcn seien nicht zu (lunkcl. 
Die Unterlagen der lyiehtaibso1'ptioi1en von oben her 
seien nicht zu hell, und die der farblosen Schatten nicht zu 
farbig. 
 Sind aber die Llnterlagen gut, dann sollen sie auch gut 
geschont werden. lhr Herwirken giobt den Reiz unnachulliii- 
livher Eleganz.  
Und so bekomme das ganze Bild seinen Ton durch die 
Wirkung (les Grundes durch alle Farbensohiohten her  aus- 
genommen etwa. durch die der positiven Deekfzirhen. 
Vor Allein muss das hohe Selbstleuchten der Lüfte ge- 
SClIOIIÜ werden. Ist dieses Wut voni Uebri en (retrennt, so wird 
b 3D 
das ganze Bild leuchtender und turbenpräehtiger, 1st es aber 
beschmutzt, so zieht dies die Verdunkelung der ganzen Bild- 
Hiiuhe nach sich. 
Wahl 
des 
Grundes. 
Die 
Farbenabsicht entscheidet 
bei 
der W ahl 
des (Äirundes. 
Sclxönfzxrbigkeit verlangt hellen (lrrund, Cllairobscur erlaubt 
(lunkeln. Heller Grund wirkt Wärme, dunkler Kühle des 
'l'0ns.  
Soll auf hellem Grunde Clairobscur und kühler T011 er- 
zeugt werden, so Werde die Helligkeit durch (lunklc2 illlornnlrn- 
untertusehung verdunkelt. Dunkler (irulul muss im umge- 
kehrten Falle durch helle Aufmodellirung erhellt werden. Beidee 
kann der  xnitzlicl) sein. 
 Lasurgrürnle sind stärkere liclrtabsorbirende [lnterlzxgen 
für Deckfarbennnwrlellirungcn, als (leckfarbige es sind. Sie 
brauchen (luhel- nicht sehr (lunkelfarbig genonnnen zu wenlen.
        

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