Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Grundsätze der Ölmalerei und das Verfahren der classischen Meister
Person:
Ludwig, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1841768
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1843939
Praxis. 
177 
Tal m0 
lulass 
und 
dann 
fix irt 
den (fbntonr 
mit Pimol und blassm 
Tusche. 
Ist die 'l'afel mit festsitzender Oelfarlee grundirt, so zeichnet, 
man, je nach der Grundfarbe, mit weicher weisser Kreide, 
oder mit Kohle vor, und ßxirt mit blasser verdünnter Oel- 
farbe. Man habe nur vorher den (hnnd mit etwas YVein- 
geist, (ider auch mit etwas Petroleum entfettet. und zur Auf- 
nahme der dünnen Farbe tauglich gemacht. 
Auf Oel- 
gru nd. 
Wer mit Petroleum malt, kann folgendermassen verfahren, 
Er giebt zuerst dem Oelfarbengrund einen glättenden Firniss- 
überzug. Dann zeichnet er mit durch Petroleum verdünnter 
Farbe blass und sorgfältig, aber nicht zu flüssig. Solche 
Zeichnung lvleiht viele 'l'age lang nass, und man kann sie, 
mit einem trockenen weichen Pinsel die verfehlten Linien 
herauspiltzeiid, eorrigiren. S0 wird gleichfalls der Grund nicht 
verunreinigt. Zuletzt stellt man das Bild ein paar Stunden 
lang an die Sonne, und die Zeichnung wird festsitzen. 
Auf hellem ("wrunrl tuscht man nun jeden einzelnen 
Gegenstand in Licht und Schatten und das ganze Bild in ägrlf-gfgäflf 
Eifect. Die Substanz seiiLasur und die Farbe eine mit dcrzwfitäfnäm" 
folgenden halbdeckfarloigen NIOÖGlllFLIUg Neutralgrau ergebende. llfxzfiägfgfjlfä- 
Soll die kommende Nlorlellirung also z. B. aus Blaugrau ge- Qoftfggfjf' 
macht werden. so sei die erste Untertuschung braun. Dieses ""14 
Braun sei röther, wenn die kommende Illodellirung grünlich- 
grau wird. Beide zusammen mischen dann Neutralgrau.  
kann auch die erste Llntertuschung Lasurgrau sein, dann 
Werde nur die Farbe der kommenden Aufmodellirung danach 
(iingeriehtet. 
Die Lasuruntertuschuiig darf immer sehr hell sein, LEISUK" 
ist lichtabsorbirend. Sie sei so hell, als möglich, für die 
kommenden transparenten Schatten des Bildes. Man hält sie 
gleichfalls mit Petroleum nass, bis sie fehlerfrei fertig zu sein 
scheint. 
Sie hebe nie (las Durchwirken des Grundes auf, denn 
(liOSGP giebt ihr (lie Harmonie. Nie werde zu ihrer Anfertig- 
ung eine Iihackfarbe Verwendet, solche beschnlutzt und Ver- 
Ludwig, Malerei. 2. Aufl. 12
        

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