Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Grundsätze der Ölmalerei und das Verfahren der classischen Meister
Person:
Ludwig, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1841768
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1842174
Erster 
Abschnitt. 
Capitel 
Bis 
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Naturalismus 
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des 
Colorits 
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Vor nicht gar langer Zeit ist von einem unserer Natur- 
forscherg) die Bereitwilligkeit der Seele besprochen worden, 
der Täuschung, in welche sie der Maler durch seine unvoll- 
koinmene Naturnachahmung zu versetzen sucht, auf halbem 
Wege entgegenzulaonimen. 
„Die Seele und das Auge des Schauenden verlangen nicht 
etwa das dem Vorbild zum Verwechseln ähnliche Nachbild, 
sondern es genügt ihnen ein solches, welches an dem Vorbilde 
beobachtete Proportionen, WlGW'V0lll in sehr beschränkter Scala 
wiedergiebt und so an die umfangreicheren Proportionen und 
die energischeren Gegensätze des Naturvorbildes erinnert." 
Niemandem nun ist diese oft erprobte Wahrheit willkom- 
mener, als dem Maler. Allein solche allgemein gehaltene Aus- 
sprüche haben wegen ihrer grossen Dehnbarkeit auch eine 
gefährliche Seite. So erregten in jenem Vortrage die Beispiele 
Bedenken, welche der Redner für seine Auseinandersetzung 
zinzog: er verglich eine Landschaft, welche die Sonnengluth 
1) Geschrieben zu Ende des Jahres 1875. 
2) Helmholtz, Vortrag geh. im wissenschaftl. 
Ludwig, Malerei. 2. Aull. 
Verein, Berlin Winter 1872. 
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