Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Grundsätze der Ölmalerei und das Verfahren der classischen Meister
Person:
Ludwig, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1841768
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1843478
Schön farbigkeit. 
131 
S chwarze Tafel. 
8. Naturvorbild und ästheti- 
scher Plindruck : Beleuchtete Kör- 
pvrlichkeit, milrlus Thgvslichf. 
Nüclm-rnv. Rualitiitw. 
Weisse Tafel. 
Naturvorbild und ästhetischer 
Eindruck: Farbig durchglühter 
Schein. Selbstleuehten und feier- 
liche Dännnerung. Tiefpoätische 
Pracht. 
Lehre 
für 
das 
technische 
Verfahren. 
Die Deckfarbennialerei bedarf zur Entwickelung ihrer 
schönsten (fiharaktere einer li c h t a b s 0 r b i r e n d e n Unter- 
lage. Die schönfarbige Manier bedarf li c h tr e f] e c t i r e n d e r 
Unterlage. 
Verwendung 
Beider 
vereint. 
Die Malerei mit Lasurfarben schafft für die Modelliruxig 
(lureh Deckfarbe-n versehmolzene lichtabsorbirende Untertusch- 
Lmgstöne. Auf diesen schafft die Deckfarbemnalerei höchst 
harmonische lichtreflectirende Modellirungen mit grauen 
Schatten. Die Intensivlasur erhöht diese stulnpfen Model- 
lirungen zur Farbenpracht und verstärkt den Scliatteiieharakter 
durch Lichtabsorpiion von obenher. 
Warnung. 
S011 Selbstleuchtgndes im Bilde vorkonnnen, so darf kein 
hohes Deckfarbenlicht auf der Oberüäche stehen bleiben. 
Der ganze Lichtumf an g der Palette ist ausgebeutet 
in der Verwendung der hohen Deckfarbencharaktere als Licht 
beleuchteter Opakkörper und in der Verwendung der Lasur 
zu vollkommenster Schattenvertiefung. Das höchste Maass 
von Farbenreiehthuln und Schönheit der Palette wird 
in der sehönfarbigen Manier ausgebeutet mit Aufopferung  
des weitesten Lichtumfangs. An Lichtcharakteren aber 
ist diese Manier reicher, als die andere. 
Für die Zwecke der malerischen Darstellung enthält die (fimjcfßätsggä 
weisse Tafel offenbar reichere Mittel. Es fehlen ihr eigentlich Tafgljglcgfld 
nur die grauen, stumpfen Schattentöne. Dafür hat sie ziusser 
dem Oberflachenlicht der Deekfarben, für dessen höchste 
95'
        

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