Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Grundsätze der Ölmalerei und das Verfahren der classischen Meister
Person:
Ludwig, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1841768
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1843461
130 
Zweiter 
Abschnitt. 
Allgemeines 
Aussehen. 
V0rhe1'1'schen der 
Ch arakter 
Vorherrschender 
(lharaktelr 
SCIIWELTZBI] 
Tafel. 
weissen 
T2113 
Grau, 
VOll 
VOFII 
beleuchtet. 
Farbig, 
leuchtet. 
V01) 
(lurch- 
innen her 
2. Die reichsten und schönsten 
Entwickchingsscalcn zeigen die 
Deckfarbcn; dieselben eignen sich 
zu einfarbigen Modellirungen: 
"Lichthöhcn". 
3. Die Lasurfzlrlöcii sind farben- 
undeutlich, nur in hoher Schicht 
zeigen sie Farbe, getrübt von 
blauendcn Nledicn. 
Die reichsten und schönsten 
Entwiekelungsscalen zeigen (lie 
Lasurfarben und eignen sich zu 
einfarbigen Modellirungen: "Ab- 
schattiren". 
Die Deckfarben zeigen nur in 
hoher Schicht ihre Farbe unge- 
trübt, in dünner sind sie von 
zwitterhaft ruisigem lNIedie-nehzi- 
rakter. 
4. Medienfarbe: Die blauende, 
stört die Wanne Farbenrichtung, 
Charakter der Bledienfarbe, 
zurücktretend. 
Medieufarbe: Die wärmende, 
stört die kalte Farbenrichtung. 
Charakter der Medienfarhe, 
hervortretend. 
5. Höchstes Licht: Die hohe 
Schicht der Deckfarben. 
6. Lichtcharakter: a) Beleuch- 
teter Positivkörper, materielles 
Oberfläehenlicht mit Einmischung 
des weissen Thgeslichts. h) Selbst- 
lerlchterl, innerliehes Leuchten 
leichter lllaterie fehlt. 
Höchstes Licht : Die hoheSchicht 
der Deckfarben; ist schneller cr- 
reicht, als auf der schwarzen Tafel. 
Lichtcharakter: a) Der positiv- 
körperliche beleuchteter Materie in 
den hohen Deekfarbenschiehtrwn, 
Oberflächenlicht. b) Innerliches 
Leuchten leichter Materie in den 
durchsichtigenLasurschichten; hält 
sich als solches aufrecht, wenn es 
nicht mit dem thatsäehlich helle- 
ren Deckfarbenlicht zu Vergleich 
kommt. 
7. Schattcnehamkter: Licht- 
absorption vom Grund her; sehr 
entwickelt der leichte, elegante, 
zurücktretende Schatten stmnpfer 
Farben. 
Klarer Schatten: Nur das farb- 
lüse Schwarz vollkonnnner Finstvr- 
niss. 
Schattencharakter: Lichtab- 
sorption von der Oberfläche her. 
Der stumpfe, graue Schatten- 
charakter fehlt, dagegen ist reich 
entwickelt der intensivfarbige 
Schatten. Das farblgse klare 
Schwarz der Liehtlosigkeit wird 
erreicht in der hohen Schicht V01]- 
konnnener Laeurfurhen,
        

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