Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Grundsätze der Ölmalerei und das Verfahren der classischen Meister
Person:
Ludwig, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1841768
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1843437
auf heller 
Trübe Medien 
Unterlage. 
127 
Lichtfarbe höhend, nach dem Princip der einfarbigen Model- 
lirung weiter, im Licht glänzend hochdeckend. Diese Model- 
lirung wird sauber und zart klarlasirt und die Schatten Wer. 
den init warmer oder kalter Lasur gestärkt, wie es gerade 
noth thut. Die Schatten können dann wieder mit halbdecken- 
den Schichten in's Blaue gezogen werden u. s. w. 
Auch kann man ein ganzes Gewölk, wenn es buntfarbig 
ist, auf Weisseln Grund mit seinen Lasurloealfarben, fest und 
bestimmt gezeichnet, anlegen und es dann mit blauender 
Medienschicht oder mit Lichtfarbe aufhellen.  Diese Auf- 
modellirung wird dann Wieder localfarbig lasirt. 
Herrscht in einem Bilde starkgewarmter Ton vor, so 
modellirt man auf dem weissen Grund das ganze Gewölk mit 
braungelber Lasur exact in der Form vor. Dann wird man 
in der Aufhöhung mit äusserst einfachen Farbentönen  in 
der Regel mit der blossen Lichtfarbe  halb und ganz deckend 
auskommen. In den warmen Schatten lasst man alsdann den 
braungelben Unterlegungston herwirken und in den kalten 
führt man etwas Blau, Violetblau oder Blaugrün farbever- 
stärkend in die blauenden Medien ein. 
Eine mit Petroleumürnissfarben angefertigte Malerei kann 
man im Verlauf eines Tages an der Sonne oder am Kamin- 
feuer bequem drei bis vier Mal zum Trocknen bringen. 
Wir gehen nun zu den hohen Intensivfarben über. Es 
wird bei denselben Manches direct an das in Q 6 und ä 7 
Gesagte anknüpfen, denn die sehönfarbige Lasur ist nur eine 
höhere Schicht der blassfarbigen. Es werden also auch dort 
die trüben Medienfarben Wieder zur Sprache kommen.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.