Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Studien zur Geschichte der Oelfarbentechnik
Person:
Cremer, Franz Gerhard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1838905
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1839782
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(lh. Nlarie in der "Pharm. Rundschau" 1883, 135 eine weitere - 
Methode, welche als die gewöhnlicc Probe bezeichnet wird, 
Welche im Municipallaboratorium von Marseille angewendet  
wird.  Von M. Bradford eine weitere Methode zur Prüfung 
auf Verfälschung durch Cottonoel (aus „lVl0n. d. prod. chimf", 
1883, 355 durch "Incl-HI." 18841, 38).  S. Carpi „zur 
Untersuchung von Olivenoel" (nach den „Annali di Chimica 
alaplicala alla Farmacia ed alla lllledicina" durch Dinglers "poly- 
technisches Journ." 252, 87).  Ferner im "Bericht über die  
Prüfling auf Fälschung durch Baumwollsaatoel" von Eugen 
Dietrich in Helfenberg, im „Seifenfabr." V. Jahrg, Nr. 19.  
„Zur Erkennung der Verfälschungen des Olivenoels" durch 
Chemiker de la Juchere; (ChenL-Ztg. 1885, 123). 
Ich denke dies genügt zur Kennzeichnung der Marktverhältnisse 
und rechtfertigt auch meine Mahnung. Es verlangt diese Frage um 
S0 mehr Beachtung, als neben der Schädigung der Kunstgebilrle, 
die als ein geistiges Erbe, als Nationaleigenthmn von unschätz- 
barem Werthe sind, durch jene Betrügereien auch das National- 
baarvermögen in ganz eminenter Weise geschädigt wird. Die  
wirthschaftliche Seite dieser Frage und deren hohe Bedeutung 
mögen nachstehende Ziffern klar machen. Allein Hull exportirte  
in den Jahren 1879, 1880 und 1881: 19,837 Tons I irlllittlilllal- 
19,837,000 Kilogramm Leinoel nach Deutschland; und wurden ÜkOIKjIFiSR-lmr 
im Jahre 1881, nach den Atlfzeichnungen des Haupt-Steuer- Bczwhlmg" 
Amtes, allein Berlin 1,373,364 Kilogramm Leinoel zugeführt. 
Da zweifellos ein bedeutender Theil dieser Anlieferung speciell 
bei der Lack- und-Farbenbereitung Verwendung gefunden, so 
bedarf es wohl keiner weiteren Darlegung um dieser Frage 
nunmehr das weitestgehende Interesse zu sichern. 
Diese vorstehend betrachteten Gefahren bestanden zu 
der van Eyek's Zeiten nicht. Der Anbau des Leine 
war der lang-bewährte, der aus alter Zeit überkonimene. 
ererbte. Die sorgtltltigste Behandlung des Samens, seine 
Wahl, seine Reinigung, sind unzweifelhaft, denn den heutigen 
Massenkonsuln und die davon nicht zu trennenden Üebel- 
stünde kannte man nicht; nichts drängte zur Uebereilung; 
dazu lag dem (lamaligen Handel die durch die Speeulation 
und eine erdrüekende Coneurrenz (lictirte Verbilligung 
und die (ladureh hervorgerufene Fälschung der Oele fern.Ueberrlieliliige 
Ub die früheren Künstler nicht vielleicht selbst die Oele ge-lißlllfeit einer 
llPesst, ist eine (iffene, heute noch Linbeantivortete Frage.  
Bei der Erinnerung an die in den alten Künstlerwerkstiitten  
lieben der künstlerischen, heute bedauerlicher Weise ge- zwecken:
        

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