Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Studien zur Geschichte der Oelfarbentechnik
Person:
Cremer, Franz Gerhard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1838905
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1839485
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dort geschrieben? Sind sie nicht etwa aegyptisches Erbe? 
An Beweisen für die von Aegypten aus erfolgten Ein- 
Wirkungen fehlt es also nicht.  Nun findet man in Qrißßljißvll- 
Ländern die Griechenland ferne liegen, Spuren griechischer lälgyllhsfilfe 
1.     unstspuirni 
Linflusse, ohne dass man den Weg, den diese Emflusse an den Ufern 
genommen, nachweisen kann. S0 treffen wir an den der Save. 
Ufern der Save Kunstspuren, für deren Entstehung und 
Entwickelung am Orte der Auffindung keine Erklärung 
zu finden ist; weitergehende, umfassendere Untersuchungen 
lassen uns aber erkennen, dass wir dieselben griechischem 
Einflusse zuzuschreiben haben. Bei sorgfaltigerer Unter- 
suchung gelangen wir aber zu der weiteren Ueberzeuguzig, 
dass dabei Elemente zu tage treten, die einst auch den 
Griechen fremd Waren. Wir haben es ebenhier mit einer 
Üebertragung griechischer Elemente zu thun, die, aus 
Aegypten stammend, unter den Händen der Griechen 
griechisch geworden sind und bei der weiteren Ueber- 
tragung von der Natur, die sie dem ersten Heimathlandc 
verdanken, gewissermassen wieder angenommen haben. Die 
Kunst, welche sich in den Erzeugnissen der slavonischen 
Haus-Industrie ausspricht, bietet ein Beispiel der erwähnten 
Üebertragung. Es darf hier nicht unerwähnt bleiben, _Diß 
dass es für den Zusammenhang dieser noch bestehenden Iäeflffluiqslä"? 
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slavomschen Haus-Industrie und der hellenisehen Kunst Stämme durch 
an geschichtlichen Belegen nicht fehlt. Denn die Ver- die Ifellenen 
bindung süd-slavischer Stämme mit den Hellenen bestätigt gßßßlliflltlicll 
uns Jak. Ph. F allmerayer in seiner Geschichte der Halb- besmtlgiß 
insel Morea (1830-1836) wie an anderen Stellen seiner 
Werke auf Grund eingehenden byzantinischen Quellen- 
studiums. Nach diesem soll selbst die heutige Bevölkerung 
von Hellas und dem Peloponnes Wesentlich aus nicht- 
hellenischen Elementen, namentlich slavischen, slavisirten 
und albanesisehen Abkömmlingen bestehen. Ohne meinen 
Weiteren Ausführungen vorzugreifen, muss ich jedoch, 
11m jedem Missverständniss vorzubeugen, schon gleich hier 
bemerken, dass mit dieser Ansicht F allmerayer weithin 
über das Ziel hinausgeschossen, wie auch Jene, welche 
derselben Anschauung huldigten, was ich im Verlaufe 
Diesesl) noch aus Fallmerayeifs eignen Schriften nach- 
weisen werde.  Gewiss ist es, dass sich schon mit dem 
Sechsten Jahrhundert eine slavisehe Einwanderung vollzog. 
Siehe Anhang
        

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