Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Studien zur Geschichte der Oelfarbentechnik
Person:
Cremer, Franz Gerhard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1838905
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1839470
Neben den Zeichnungen finden wir Malereien auf einem 
Untergründe von Stuck, Holz oder präparirtcr Leinwand. 
Der Augenschein überzeugt uns, dass die Farben das 
 Prädikat "Vorzüglich" vollauf verdienen und dass wir dem 
jeweil angewandten Bindemittel das gleiche Prihlikat nicht 
versagen dürfen. Mit anderen Worten, wir finden das da- 
mals Gewollte, Dargestellte, heute in bester Erhaltung, und 
zwar so, dass wir nur wünschen können die gleichen 
Mittel zu kennen. Was für uns heute aber noch un- 
befriedigte Wünsche sind, (lurften die Griechen schon früh 
 ihr Eigen nennen;  mehr noch als was wir heute nach- 
zuweisen imstande sind, welche Annahme gar bald die 
flüehtigste Umschau bestätigt. Zum Beweise dafür, wie 
sich die Griechen jene in Aegypten vorgefundenen 
Errungenschaften zu Nutzen gemacht haben sei auf 
Bgzsillfärgür Folgendes hingewiesen. Lepsius, der Jene bei den Ban- 
Acwhgtmm ausfuhrungen in Griechenland verwendeten Werkmassc 
Einäuss auf bespricht, sagt, dass ebendort zwei Langcnmass-Systeme in 
Griechenland.Gebrauch gewesen seien; und zwar erstens das "aegyp- 
tische", zweitens das olympische System. Schreiten wir 
von den Werkmassen zum Baustyle und seiner Entwickelung, 
so können wir eine Bemerkung Chainpollionls nicht uner- 
wähnt lassen. Als dieser zuerst die polygonalen und 
kannelirten Schäfte an den die Decke tragenden, aus dem 
lebenden Fels gearbeiteten Säulen in der Vorhalle und im 
Innern der Gräber zu Beni-Hasan sah, nannte er sie proto- 
oder vordorisch. 1) Georg Ebers bemerkt dazu: „da die Zeit 
der ersten sehr nahen Berührungen der Hellenen mit 
Aegyiäten zusainmenfallt mit der der Erbauung der ältesten 
uns bekannten dorischen Tempel, so lag die Vermuthung 
nahe, die Griechen hätten am Nil die erste Anregung für 
die Gestaltung ihrer einfachsten und schönsten Säulen- 
ordnung empfangen      Man müsste auch annehmen, 
die beweglichen, klugen und mit guten Augen begabten 
Hellenen wären in der Fremde plötzlich theilnamlos und 
blödsichtig und nach ihrer Heimkehr stumm und blind 
geworden, wenn sie nicht solche lfermen entlehnt hatten." 
Dass dies nicht der Fall gewesen, beweisen uns Thales, 
Solon, Platof) Pythagoras und Andere, die es gar mächtig 
hin zu den aegyptischen Priestersehulen gezogen; und hat 
vielleicht nicht Euklid seine berühmten vlillementci" eben- 
14. 
Anhang 
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