Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Studien zur Geschichte der Oelfarbentechnik
Person:
Cremer, Franz Gerhard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1838905
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1841467
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Leben wird, wie dort in Persephone, zeitweilig in die Grüfte der 
Unterwelt versenkt, der Geist (Demeter) bleibt unberührt.  In 
diesem Bewusstsein, frei von den Schrecken der Todesschauer 
finden wir Beide von der zärtlichsten Liebe Erwiederung beseligt, 
so nur eine Seele bildend neu vereint: 
"S0 den völligen Tag mit zärtlichem Sinne vereinigt, 
Eiferten jen' um einander sich Geist und Seele zu heitern. 
Voll treuherziger Lieb,; und vom Schmerz nun ruht die SeeV aus; 
Fröhlichen Muth nur empfingen und gaben sie eine der andern." 43_ 
 9 
Man sehe auch, 
bis 211 sagt. 
W218 
Braun 
(Studien 
und 
Skizzen 
etc) 
206 
Für solche Erscheinungen fehlen die Analogien nicht. So 
weist Kaulen S. 138 in seinem Werke "Assyrien und Babylonien" 
nach, dass die assyrische und die japanische Schreibweise die 
gleiche sei; in beiden Sprachen werde dasselbe Zeichen begriff- 
lich und lautlich angewendet. Die Analogie in beiden Schrift- 
systemen erklärt der genannte Gelehrte dahin, dass jenes Volk, 
von dem die Babylonier ihre Schrift lernten, ein turanisches Volk 
gewesen, wie auch die Chinesen, von denen die Japaner ihre 
Charaktere entlehnt. Der Zusammenhang wird um so unzweifel- 
hafter, wenn man die ältesten babylonischen mit den ursprüng- 
lichen chinesischen Hieroglyphen vergleicht, in denen die Aehn- 
lichkeit unverkennbar ist. 
"Nahe dem Weg nun sass sie (Demeter), das Herz voll grosser Be- 
triibniss, 
"Dort auf dem Jungfraunbrunnen, woher sich sehöpften die Bürger, 
"Unter dem schattigen Laube des frisch aufsteigenden Oelbaulns, 
"Aehnlieh der Greisin an Wuchs, der Betageten      .  
"Die seh'n Keleos Töchter, des herrlichen Sohns von Elcusis, 
"Die zu des Schöpfbrunns Fluth herwandelten, dass sie trügen 
"In erzblinkenden Lesen zum traulichen Hause des Vaters, 
"Vier, wie Göttinnen schön, jungfräuliche Bliithe bewahrend, 
"Demo, Kallidike auch, und Kleisidike, reizender Bildung, 
"Auch Kallithoe dann, die die älteste war vor den andern; 
"Und nicht kannten sie jene,       
"Nah ihr traten sie nun, die geflügelten Worte beginnend: 
"Wer und woher, 0 Greisin des älteren Menschengeschleehts? 
"Warum wandeltest du von der Stadt fern, ohne den Häusern 
"Anzunahn? wo Weiber in schattiger Kühle der Kammern, 
"Gleich an Jahren dir selbst, und jüngere, lebengemeinsam, 
"Die wohl Liebes dir thun, mit Worten sowohl wie mit Thaten. 
"Also redeten sie      98, 105 u. w. 
Voss, Hymne an Demeter. 
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