Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Studien zur Geschichte der Oelfarbentechnik
Person:
Cremer, Franz Gerhard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1838905
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1841248
203 
dass auf der Insel der Rhodier im Tempel der Minerva der 
Panzer eines ehemaligen ägyptischen Königs, welcher Amasis 
heisst (570-526 v. Chr.) gezeigt wird, woran jeder Faden 
aus dreihundertundfünfundsechzig Drähten besteht." Wir er- 
fahren von Plinius des Weiteren, dass zu seiner Zeit nur 
noch geringe Ueberreste davon vorhanden waren. Wichtiger ist 
deshalb noch die Nachricht bei Herodot (489-425 v. Chr.) 
(B. III, 47). Dort ist von einem Panzer, einem Geschenke des 
Amasis, Königs von Aegypten, die Rede, und "sagt Herodot: „ein 
Linnenpanzer, reich mit Gebilden durchwebt und geschmückt 
mit Gold und Baumwolle, besonders aber dadurch bewunderns- 
werth, dass kein einziger Faden am Panzer umsonst ist. Denn 
hei seiner Feinheit besteht doch jeglicher wieder aus drei- 
hundertundsechzig Fäden, und sind alle sichtbar. Ein anderer 
der Art ist der in Lindus der Athene von Amasis geweihte."  
Ueber die gewiss von Osten ausgegangene Verbreitung dieser 
Verwendung des Leinengewebes ist noch eine Bemerkung Strabds 
zu erwähnen, Derselbe bemerkt B. 3 S. 289: „Durch die 
Phönicier, sage ich, wurde dieses Land bekannt: denn schon 
vor dem Zeitalter Homer's hatten sie von lberien und Libyen den 
besten Theil inne, und blieben auch Herren dieser Gegenden, 
bis die Römer ihrer Oberherrschaft ein Ende machten. Aus 
neuester Zeit bestätigen uns diese Angaben Strabds und die 
Ausdehnung ihrer Colonien, die hochinteressanten Funde  der 
Gebrüder Henri 8: Louis Siret, Ingenieurs aus Saint-Nicolas 
(Belgien), die auf eine ausserordentlich weit zurückliegende Pe- 
riode verweisen. Auch hier findet Strabo die "Linnenpanzer" 
besonderer Erwähnung werth. Seite 296 gedachten Buches 
heisst es: „Die Lusitanier werden als hinterlistig, tüchtig im 
Aufspüren, schnell, leicht und beweglich beschrieben    Die 
 I) Les premiers ages du metal dans le sud-est de Pespagrle; par 
Henri ä Louis Sirct ingenieurs. Extrait de 1a Revue des questions 
scientifiques, 1888. Bruxelles Imprimerie Polleunis, Ceuterick et Le- 
feibure, rue des Ursulines, 35.  1888.  
Des mämes auteurs: 
Les premiers ages du mätal dans le sud-est de Pespagne. 
Rösultats des fouilles faites pur les auteurs. de 1881 ä. 1887.  
Un volume de texte in 4-" avec nombreux dessins, suivi d'une Etude 
ethnologiquo par le Dr. Victor Jacques, secretaire de 1a Sociejze d'Am- 
thropologie de Bruxelles.  Un album in-fo, contenant 1 carte et 70 planches 
avec texte explicatif en regard.  Preface rle P. J. van Beneden.  
Cet ouvrage a. märitä en avril 1887 le prix de 20,000 francs au Con- 
cours Martorell, ä Bareelon. et une medaille d'or ä PExposition uni- 
verselle de Toulouse en 1887.  Prix: ädition ordinaire, .    250 fr. 
Edition de luxe,     500 fr.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.