Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Studien zur Geschichte der Oelfarbentechnik
Person:
Cremer, Franz Gerhard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1838905
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1841211
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nicht etwa aus fremdartige-n Ruthen geflochten, sondern von 
dem Stocke selbst. Und siehst du auf das Gebinde der Zweige 
und auf die daran hängenden Trauben, und wie so deutlich die 
Beeren, so wirst du, ich bin das gewiss, ein Lied auf Bacchus 
anstimmen, und mit, 0 beglückender Traubengeber,') den 
Weinstock anreden. Man sollte die gemalten Trauben für geniess- 
bar und weinhaltig halten. Und nun    der frische Honig auf 
Feigenblättern, kaum gehalten von der Wabe; er würde frisch 
hervorquillen, wenn man ihn abstiesse. Und Käse auf dein 
andern Blatte, frisch gepresst und noch nicht fest. Und die 
Eimer mit Milch, die nicht blos weiss ist, sondern auch glänzt: 
denn von dem obenschwimmenden Fette scheint sie zu 
glänzen." 
Es ist gewiss nicht belanglos, hierbei zu erfahren, was 
Plinius sagt. Bei diesem heisst es im fünfunddreissigsten Buche, 
Cap. 13: „Ein Freigelassener (des Nero) bedeckte, als er zu 
Antium Fechterspiele gab, die öffentlichen Säulenhallen mit 
Malereien, worauf bekanntlich die Bildnisse der Gladiatorcn    
nach dem Leben (also möglichst ähnlich dargestellt) wieder- 
gegeben waren. Dies war schon seit vielen Jahrhunderten das 
höchste Streben in der Malerei;    
Winkelmann spricht B. 1, S. 69 u. ff. von den Allegorien 
und sagt, dass die Aegyptel" die ersten gewesen, die solche 
Bilder gesucht. „.lene Erfinder aber gaben vielen Dingen, son- 
derlich ihren Gottheiten, solche Zeichen, die zum Theil unter 
den Griechen beibehalten wurden, deren Bedeutung man aber 
oftmals so wenig mit Hülfe der uns aufbehaltenen Schriftsteller 
finden kann, dass es diese vielmehr für ein Verbrechen wider 
die Gottheit hielten, dieselben zu offenbaren"    Es wurde 
ärger als ein Kirchenraub gehalten, von den Geheimnissen der 
eleusischcn Ceres zu reden. 
Pausanias spricht in seinem ersten Buche, Cap. 14, von 
Trochilus, dem Hierophanten (Oberpriester der Geheimnisse), und 
sagt dann nach einem weiteren Berichte: "Schon wollte ich in 
dieser Erzählung weiter fortgehen zu alle Dem, was dieses 
Heiligthum zu Athen, das Eleusinium genannt, Merkwürdiges 
enthält, als mich ein Traumgesicht zurückhielt". Nachdem er 
dann in gedachtem Buche unter Capitel 38 verschiedener 
Tempel zu Eleusis gedacht, und besonders jenes des Triptolemus 
Erwähnung geschehen, bemerkt er: „Was innerhalb der Mauern 
Wörtlich entlehnt aus 
Aristoph. 
Frieden 
520 Jacobs.
        

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