Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Studien zur Geschichte der Oelfarbentechnik
Person:
Cremer, Franz Gerhard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1838905
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1841187
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binthe (Iägyzvüog), 1)" sagt Dioskorides (1, 50. 91), „ist ein all- 
gemein bekannter Baum         sein Harz das beste. 
Es wird aus dem peträischen Arabien gebracht, doch auch in 
Judäa, Syrien, Libyen auf Cypern und den Cykladen gewonnen." 
Und Theoplirastus: "Am Ida und in Macedonien ist der Baum 
klein und strauchartig, bei Damascus in Syrien gross und schön. 
Man gewinnt das Harz aus dem Holze". (3, 15. 3; Lenz S. 662.) 
S0 heisst es bei der Beschreibung des Bildes: "Antigene", 
Wo die Schwester, den Bruder zu bestatten, sich bei nächtlicher 
Weile hinaus auf das Schlachtfeld schleicht: „Auf dem Schlacht- 
feld liegen Todte auf Todten, und Bosse, wie sie stürzten, und 
Waffen, wie sie den Männern entfielen, und mit Mordblut ge- 
tränktes Erdreich     Was sollen wir von der weisen Aus- 
führung des Kunstwerks sagen? Der Mond wirft darauf sein 
noch schwaches Licht"     Fl. Philostr. S. 956, C. 29. 
Der Gegenstand dieses Gemäldes ist aus der Iliade 21, 305 
u. ff. entlehnt; als Scene aus dem Kampfe des Achill mit den 
Troja schützemlen Flussgöttern des Simois und Skamander, 
von Goethe  d. Werke Bd. 39 S. 8) zu den hochheroischen 
Bildwerken gezählt.  „Du kennst doch wohl den Gedanken 
der Ilias", so heisst es bei Philostrattis, „w0 Homer den Achill 
des Patroklos wegen auftreten lässt, die Götter aber sich zum 
Kampfe gegen einander in Bewegung setzen. (Von dem Uebrigen 
dieses Götterkampfes weiss das Gemälde nichts.)    Vulkan 
lässt es mit seiner reinen Masse (dem Feuer himmlischen Ur- 
sprungs) auf den Skamander hingestürzt. sein    schaue wieder 
hin  diese hohe Stadt und diese lVlauerzinnen von Ilion da  
dann dieses grosse Blachfeld, hinreichend, Asien gegen Europa 
aufzustellen!  Dieser Feuerstrom dagegen wälzt sich über das 
Blachfeld hin, nimmt seinen Gang den Ufern des Flusses ent- 
lang, so dass dieser keine Bäume mehr hat. Das Feuer um 
Vulkan strömt oberhalb dem Wasser hin, und der Flussgott 
richtet selber ver Schmerz seine Bitten an Vulkan. Aber weder 
ist der F lussgott mit Locken gemalt, weil sie ihm versengt sind, 
noch Vulkan hinkend, weil er so eilig ist. Und die Flamme 
des Feuers ist nicht blassgelb oder wie gewöhnlich, sondern 
gold- und sonnenfarben. (Uebersetzt von A. F. Lindau, Prof. 
und Prorector am Königl. Preuss. Gym. zu Oels). Aehnlich 
Semele, Philostr. B. I, 14-. 
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