Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Studien zur Geschichte der Oelfarbentechnik
Person:
Cremer, Franz Gerhard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1838905
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1841124
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jüngeren Cyrus, jener denkwürdigen Rückkehr der "Zehntausend" 
lesen wir B. IV. C. 4: „Da erhoben sich denn auch die Andern, 
zündeten Feuer an und salbten sich; denn sie fanden hier einen 
grossen Vorratli     und Salböl aus Sesam, bitteren Mandeln 
und Therebinthen. Auch wohlriechende Salben aus denselben 
Bestandtheilen gefertigt, fand man hier." Dann finden wir dessen 
Erwähnung bei Philoxenos aus Gythera (geb..4135 v. _Chr.)l bei 
Athen. XIV, 64:3 c. Ferner finden wir es, wie Pape in seinem 
Griechisch-Deutschen Handwörterbuch, B. ll- S- 1093 flnglbta 
bei dem später nochmals zu erwähnenden Theophrastos, dem 
Philosophen und Naturforscher, (geb. zu Eresos auf der Insel 
Lesbes um 370 v. Chr.).  Bei Pape findet sichauch ein 
Hinweis auf Nennung des besagten Stoffes durch Antiphilos 28 
(IX, 413)  wohl jener Dichter aus Byzanz aus der, Zeit des 
Augustus. Des Dioscorides  Arzt aus Cihcien zu Nerols Zeit  
ist schon Erwähnung geschehen.  Wir finden zu, weiterer Be- 
stätigung im Griechischen die Wörter für: "Terpentin, Terpentin- 
baum, Terpentinöl, Terpentinsalbe, dem _Terpent_in gleichend, 
terpentinartig oder voll 'l"erpentin", die gewiss auf ein genügendes 
und recht frühes Bekanntsein dieses Stoffes zu schliessen ge- 
statten. Nicht weniger bekannt zeigen sich die Produkte der 
trockenen Destillation aus dem Holze jener das Terpentinöl 
liefernden Bäume. Denn die Griechen kennen den Theer, den 
Theerbereiter oder Theerschweler, bezeichnen besonders den 
Theerofen und haben die Bezeichnung theerig; dass die Schiffe 
getheert wurden, erfahren wir ebenfalls. Das Pech findet, eine 
noch erweitertere Anwendung, wir finden es in der Medizin zu 
Verschiedenen Pflastern benutzt, reichlich verwendet ihn das 
Handwerk, und wie heute, so finden wir es schon früh von den 
bekanntesten Autoren der Griechen sprüchwörtlich gebraucht, 
(Näheres sehe man Pape, B. II, S. 619.)  Wir treffen bei 
den Griechen auch eine ganz spezielle Bezeichnung für die 
Mischung von Erdharz (Asphalt, bitumen) mit Theer, und eben 
diese Mischung lässt wohl auf eine uralte Praxis schliessen, 
Zunächst wecken die dunklen, schwarzgeschnäbelten Schiffe bei 
Homer unsere Aufmerksamkeit; dass sie verpicht waren, ist 
sicher, und dass sie dazu getheert waren, ist kaum zu be- 
zweifeln. Doch die Verwendung dieses Stoffes ist älter. im 
1. Buchg Mosis (Genes), C. 6, 14 lesen wir: "Mache dn- eine 
Arche von gezimmertein Holze, mache IQaminern in, die Arche, 
und verpiche sie von innen und aussen mit Pech  Zu dem 
Worte "Holz" giebt die Vulgata eine Anmerkung, derzufolge der 
hebräische Text Tannen- oder Cedernholz, oder uberhaupt
        

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