Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Studien zur Geschichte der Oelfarbentechnik
Person:
Cremer, Franz Gerhard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1838905
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1841106
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Bordeaux ou de pin, Galipot (franz); Common Turpentine (engl); 
Trementina commune (ital). Dieses Harz, welches eine syrup- 
artige, weissliche, trübe, consistente Flüssigkeit von unangenehmem 
Geruche und scharfem, bitterem und widerlichem Geschmacke 
darstellt, kommt zumeist von Pinus sylvestris, L. (Monoecia 
Monadelphia,  einem Baume des nördlichen Europa's her, 
dann aber auch von Pinus maritima, der Strandkiefer, und 
Pinus cembra,  der Cirbelkiefer im südlichen Deutschland.  
Dann liefern P. palustris und P. Taeda L. [WeihrauchkieferJÜ den 
Carolinischen und Amerikanischen oder weissen Terpentin. 
3. Terebinthina laricea s. larigna s. laricina s. Veneta, 
Balsamum s. Resina Laricis s. liquida Pini Laricis, Terebinthina 
s. Balsamum nativum; Venetianischer Terpentin; Terebenthine 
de meleze ou de Venise (franz); Venice Turpentine (engl); 
Trementina di Venezia (itaL).  Dieses Harz, welches man 
durch Anbohren des Stammes von Larix Europaea [Decandolle] 
(Monoeeia Monadelphia,  einem Baume, Welcher auf den 
Alpen gemein ist, erhält, ist sehr flüssig, durchsichtig, etwas 
grünlich von Farbe, von starkem, nicht unangenehmem Geruch 
und brennendem, scharfem und bitterem Geschmack. 
4. Terebinthina abiegna s. abietina s. Argentoratensis, He- 
sina Abietis, Oleum Abietis, Strasshurger Terpentin; Terebenthine 
de sapin ou de Strasbourg (franz); Strasburgh Turpentine (engl); 
Olio d'Abezzo (ital.).  Es ist dies ein sehr flüssiges, durch-" 
sichtiges oder etwas trübes Harz von starkem Geruch und 
scharfem, sehr bitterem Geschmack.  Man zieht es von Abies 
pectinata (Decandolle) einem Baume,  (Monoecia Monadelphia, 
L)  welcher in der Schweiz wächst.  Resina abietina 
(Lond. 1720) von Pinus picea L., einer Tanne im nördlichen 
Europa durch Einschnitte gewonnen, ist nicht so fein als der 
Strassburger Terpentin.  Terpentin liefern ausserdem noch 
Clusia alba und rosea, Helianthus annuus und tuberosus, welch 
letzterer" statt des Strassburger Terpentins verkauft wird."  
Der Terpentin besteht hauptsächlich aus zwei Substanzen, 
einem Harze und einem flüchtigen Oele. Die Wirkung ist ver- 
schieden, je nachdem beide mit einander vereinigt sind. 
Stöckhardt giebt Seite 571 die Gewinnung des Terpentin- 
öles in kleinem Massstabe wie folgt an: "Zwei Loth Terpentin 
Werden in einem Töpfchen an einen warmen Ort gestellt, und 
Wenn sie dünnflüssig geworden, in ein geräumiges Kochfläschchen 
geschüttelt, mit acht Loth Wasser übergossen und so lange 
destillirt, bis ungefähr 3I4 des Wassers übergegangen sind. Der 
Schaedler 
974.
        

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