Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Studien zur Geschichte der Oelfarbentechnik
Person:
Cremer, Franz Gerhard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1838905
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1841013
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Weiter heisst es bei v. Schack S. 189: „Drei höchst kost- 
bare Thüren führten aus den übrigen Räumen der Moschee (zu 
Cordova) in die Maksura (das von der übrigen Moschee ge- 
sonderte Heiligthum). Die Blicke Derer, welche sie durch- 
schritten, wurden alsbald vor Allem von der Südwand der 
Moschee angezogen und durch die reiche Pracht an Mosaiken 
und vergoldetem Marmor, mit dem sie überschüttet war, tast 
geblendet. .      Sie  .   waren      mit herrlichen 
schimmernden Mosaiken von buntgefärbten oder vergoldeten 
Steinchen und Glasstücken überdeckt, welche bald in 
kufischen Buchstaben Koransprüche oder sonstige Inschriften, 
bald in brennenden Farben auf Goldgrund die reizendsten Ara- 
besken und Blumengewinde darstellten    S. 190. An ihrer 
Südseite enthielt sie den Hauptrnihrab, eine Nische, die sich 
achteckig vertiefte, nach oben in eine riesige Marmormuschel 
auslief und in der Pracht ihrer musivischen Ornamente 
Alles umher überstrahlte    S. 191. Verschwenderisch waren 
verschiedenfarbiger Marmor, Gold und Mosaiken über das 
ganze Gebäude verstreut    S. 193. Es ist staunenswürdig, 
wie mit theilweise fremden Bestandtheilen, mit antiken Säulen 
von verschiedener Ordnung und byzantinischen Mosaik- 
arbeiten, der Islam sich ein Heiligthum errichtet hat, das ganz 
seinem innersten, eigenthümlichsten Wesen entspricht      
S. 199. Was die Verzierungen betrifft,      so lässt sich 
deren byzantinischer Ursprung nicht verkennen. In der 
That ist die Fesifissa, das heisst die aus Glasstücken und 
kleinen Steinen zusamrnengefügte Mosaik des Mihrab, 
ganz das opus graecum, wie es sich in den Kirchen 
von Ravenna findet; auch wird ausdrücklich berichtet, 
dieselbe sei ein Geschenk des Kaisers von Constan- 
tinopel gewesen." (A1 Bavan II, 253; Edrisi II, 60.) 
Pausanias, der Periägete, wie er wohl zum Unterschiede 
von anderen Männern seines Namens, von seiner Reisebeschrei- 
bung (Periegesis) genannt wird, und der um die Mitte des 
zweiten Jahrhunderts n. Chr. schrieb, sagt B. I, C. 22: „Zur 
linken Seite der Propyläen steht ein Gebäude, welches Gemälde 
enthält"; er setzt dann der näheren Beschreibung jedoch noch 
die beachtenswerthen Worte vor: „Unter denen, welche die Zeit 
noch nicht unkenntlich gemacht hat"       Diese Be- 
merkung scheint mir durchaus geeignet auf jene Bilder eine 
etwas weitergehende Aufmerksamkeit zu lenken. Es handelt 
sich zunächst nicht um einen einheitlich bildnerisch ausge- 
schmückten Raum; wir finden hier vielmehr willkürlich zu-
        

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