Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Studien zur Geschichte der Oelfarbentechnik
Person:
Cremer, Franz Gerhard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1838905
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1840812
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säure zu schützen ist aber eine einfache Sache. Auf die 
in dem Deckel angebrachte kleine Oeffnting zur Entwei- 
ehung der Gase, legt man eine recht glühende Kohle, 
welche den (lirekten Zutritt der Aussenluft verhindert. 
Die nun die aufgelegte Kohle durchdringende Luft ver- 
brennt zu Kohlensäure, wodurch der Inhalt der Büchsen 
nur noch mit Kohlensäure in Berührung tritt  Nun 
öffnet man die Thüren des Raumes, damit die aufgestellten 
Büchsen von einem ununterbrochenen Luftstrome getroffen 
werden, so die Abkühlung des ausgeglühten Russes zu be- 
schleunigen.  Zu bemerken bleibt nur noch, dass ein 
Oeffnen der Büchsen erst nach vollständiger Abkühlung 
derselben erfolgen darf, indem sonst leicht eine Entzündung 
des Russes erfolgen könnte.  
Hiermit Wäre die Oelmalteehnik in ihren wesentlichsten 
Theilen genügend besprochen, um die angehahnten Wege 
mit Sicherheit verfolgen und weiter ausbauen zu können. 
Die Oehnalteehnik stellt aber bei ihrer Verwendung noch 
weitere Anforderungen, und zwar Forderungen von so 
eminenter Bedeutung, dass selbige in vorliegender Arbeit 
wohl flüchtig gestreift, aber nicht eingehend besprochen 
werden konnten. Diese noch zu erledigenden Fragen be- 
treffen den Untergrund und den Firniss.  Die Wichtigkeit 
des Letzteren ist schon aus Dürers Brief an Jakob Heller, 
der in der Anmerkung auf Seite 67 angezogen wurde, 
genügend ersichtlich; da aber die Erhaltung, die Dauer des 
Bildes an eine zweekmässige Anordnung des Untergrundes 
gebunden ist, so bleibt auch diesem noch als einem we- 
sentlichen Theile der Oelnialtechnik die vollstc Aufmerk- 
samkeit zuzuwenden.
        

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